Göttingen - Allergie-Diagnose erfordert mehrere Tests

Allergie-Diagnose erfordert mehrere Tests

Von: (ddp).
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Göttingen. So mancher erlebt im Sommer auf Feldern und Wiesen eine Niesattacke nach der anderen. Ob sich diese Reaktion tatsächlich auf eine Überempfindlichkeit gegenüber Gräsern, Traubenkraut und Co. zurückführen lässt, werde häufig mit Hilfe des sogenannten Prick-Tests überprüft, berichtet der Allergologe Thomas Fuchs von der Universitätsmedizin Göttingen. „Ein positives Resultat im Prick-Test bedeutet aber noch nicht, dass man unter einer Allergie leidet”, sondern sei zunächst nur der Hinweis auf eine Sensibilisierung. Anschließend müssen weitere Tests folgen.

Beim Prick-Test tropft der Arzt verschiedene Testsubstanzen auf die Haut des Unterarms oder des oberen Rückens des Betroffenen und sticht anschließend die Haut unter dem Tropfen mit einer feinen Nadel an, der Prick-Nadel oder Prick-Lanzette. „Testsubstanzen können Baumpollen, Pferdehaare, Insektengift oder auch Nahrungsmittel sein”, erläutert Fuchs.

Eine Abwandlung ist der „Prick-to-Prick-Test”, bei dem beispielsweise auf eine Überempfindlichkeit gegenüber Lebensmitteln getestet wird: Zuerst wird in das Lebensmittel gestochen - dann in die Haut. Bilden sich nach 15 bis 20 Minuten Rötungen oder Schwellungen an der Einstichstelle, sogenannte „Quaddeln”, so seien weitere Untersuchungen notwendig.

„Der Provokationstest beispielsweise muss den Beweis erbringen, dass es sich auch wirklich um eine Allergie handelt.” Dabei wird der Patient - unter medizinischer Beobachtung - dem potenziellen Allergen ausgesetzt: Besteht etwa der Verdacht auf eine Medikamenten-Allergie, wird der Wirkstoff in verdünnter Form verabreicht. Man „provoziert” also das Abwehrsystem - Augentränen, Asthma, Niesen oder Hautausschlag können die Folge sein.

Die endgültige Aussage, ob ein so ermitteltes Allergen auch tatsächlich der Allergie-Auslöser ist, lasse sich dann aber erst nach einem ausführlichen Gespräch mit dem Patienten treffen, berichtet Fuchs. Geklärt werden muss dabei beispielsweise, ob und wie häufig der Betroffene im Alltag mit dem möglichen Allergen in Kontakt kommt.
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