Alle zehn Minuten stirbt ein Mensch an Tollwut

Von: dapd
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Berlin. Tollwut führt nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedes Jahr zu mehr als 50.000 Todesfällen vor allem in Asien und Afrika.

„Alle zehn Minuten stirbt ein Mensch an Tollwut, obwohl diese Krankheit durch eine konsequente Tollwutschutzbehandlung nach einem Biss mit hoher Wahrscheinlichkeit verhindert werden kann”, sagt Thomas Löscher, Internist am Klinikum der Ludwig-Maximillians-Universität München (LMU) und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin & Internationale Gesundheit (DTG). Außerdem stehe eine zuverlässige vorbeugende Impfung zur Verfügung.

Löscher empfiehlt deutschen Urlaubern, sich vor einer Reise über ein mögliches Infektionsrisiko zu informieren. „Auch in diesem und im vergangenen Jahr sind wieder Reisende an der Tollwut gestorben, zum Teil erst nach der Rückkehr in ihr Heimatland. Dabei waren Hundebisse und Fledermauskontakte das Hauptrisiko”, betont er.

Der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) erinnerte an die von der DTG empfohlenen Schutzmaßnahmen: Direkte Tierkontakte sollten vermieden werden. Nach einem Tierbiss oder Fledermauskontakt sei eine umgehende Tollwutschutzbehandlung erforderlich. Eine vorbeugende Impfung sei vor allem für Reisende in Länder empfehlenswert, in denen die Tollwut häufig bei Tieren zu finden sei.

Die Viruskrankheit verläuft immer tödlich. Deutschland gilt seit 2008 als tollwutfrei, obwohl der Erreger weiterhin bei Fledermäusen nachzuweisen ist.
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