Ab 40 mindestens einmal im Jahr den Blutdruck messen

Von: dapd
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Bad Krozingen. Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen, Nierenschädigung, Minderung des Sehvermögens - die Folgen von unbehandeltem Bluthochdruck können fatal sein.

Hinzu kommt, dass er oft zu spät erkannt wird, denn die Betroffenen leben meist jahrelang völlig ohne Beschwerden. „Es ist daher wichtig, dass das Blutdruckmessen zu jeder Routineuntersuchung dazugehört”, sagt der Herzspezialist Professor Gerd Bönner, Ärztlicher Direktor des Park-Klinikums Bad Krozingen. Wenn Bluthochdruck frühzeitig erkannt und konsequent behandelt werde, müsse es gar nicht erst zu einer schleichenden Schädigung von Gehirn, Herz, Niere und Augen kommen.

„Wir sprechen von zu hohem Blutdruck, wenn mehrfach ein Wert ab 140/90 mmHg gemessen wird”, sagt Bönner. Der optimale Wert liege bei 120/80 mmHg. Ab dem 40. Lebensjahr sollte mindestens einmal im Jahr der Blutdruck gemessen werden, ab 50 Jahren alle sechs Monate. Wenn in der Familie Bluthochdruck auftrete, sollte bereits ab 30 Jahren oder sogar früher jährlich gemessen werden.

„Und es darf keineswegs unterschätzt werden, wie wichtig ein gesunder Lebensstil beim Vorbeugen und auch bei der Therapie des Bluthochdrucks sind”, ergänzt Bönner. Wer sich ausgewogen und mediterran ernähre, Übergewicht reduziere, sich regelmäßige bewege, wenig Alkohol trinke, wenig Salz nutze und chronischen Stress vermeide, könne den Blutdruck normal halten beziehungsweise senken. „Darum sollte jede Behandlung des Bluthochdrucks mit Änderungen des Lebensstils beginnen”, sagt Bönner. Müssen doch Medikamente eingenommen werden, komme man durch solche begleitenden Maßnahmen oftmals mit weniger Tabletten oder einer niedrigeren Dosierung aus. (Ein Informationsheft „Tipps zum Bluthochdruck” gibt es kostenlos bei der Deutschen Herzstiftung, Vogtstraße 50, 60322 Frankfurt am Main, Tel.: 069 955128-0, Mail: info@herzstiftung.de )

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