Zweitausbildung nicht immer im vollen Umfang steuerlich absetzbar

Von: dapd
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Bremen. Wer eine berufliche Zweitausbildung beginnen möchte, während die Erstausbildung noch läuft, sollte sich diesen Schritt genau überlegen.

Denn in diesem speziellen Fall drohen beträchtliche steuerliche Nachteile.

Generell gilt zwar: Wer nach abgeschlossener Erstausbildung eine sogenannte Zweitausbildung beginnt, kann die Kosten dafür steuerlich unbegrenzt als Werbungskosten absetzen. Die Kosten für die erste Ausbildung dagegen sind derzeit begrenzt auf 6.000 Euro nur als Sonderausgaben absetzbar.

Das Finanzgericht Köln befasste sich jetzt mit der Frage, ob eine Zweitausbildung steuerlich absetzbar ist, wenn sie vor Abschluss der Erstausbildung angefangen wird (Aktenzeichen: 15 K 3413/09). In einem solchen Fall, entschieden die Richter, könne die weitere Ausbildung nicht als Zweitausbildung im steuerlichen Sinne angesehen werden, weil der berufsqualifizierende Abschluss der Erstausbildung noch nicht erreicht wurde. Die Kosten seien daher in diesem Fall nicht als Werbungskosten unbegrenzt absetzbar. Der Bundesfinanzhof wird sich mit dem Fall in der Revision beschäftigen.
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