Zinseszinseffekt bei Tagesgeld nutzen

Von: Tatjana Viaplana
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Sparschwein Rendite Zinsen
Wie häufig die Zinstermine ausfallen, entscheiden die Banken und Sparkassen selbst. Symbolbild: dpa

Aachen. Bei der Wahl eines guten Anbieters für Tagesgeld schauen viele Anlegerinnen nur auf die Zinsen. Die Häufigkeit der Zinstermine hat jedoch auch Auswirkungen auf die Rendite. Wie häufig die Zinstermine ausfallen, entscheiden die Banken und Sparkassen selbst.

In der Regel gibt es monatliche, quartalsweise und jährliche Zinstermine. Unterm Strich macht das für Ihre Rendite einen deutlichen Unterschied. Denn bei häufigen Zinsterminen steigert der Zinseszinseffekt die Rendite. Logisch: Wird auf Ihrem Tagesgeldkonto jeden Monat ein Zinsbetrag gutgeschrieben, werden die gezahlten Zinsen beim nächsten Termin bereits als Guthaben mitverzinst.

Die Höhe der Zinsen spielt natürlich dennoch eine wichtige Rolle für die mögliche Rendite. Zinsen unterhalb der Inflationsrate, werfen auf dem Papier zwar Rendite ab, real sinkt Ihre Kaufkraft jedoch mit der Zeit. Denn die Inflation beschreibt die steigenden Lebenskosten, also Preisanstiege für Lebensmittel, Benzin, Energie und Wohnraum. Wächst Ihr Geld bei der Bank langsamer als das Leben teurer wird, haben Sie am Ende das Nachsehen.

Diesen Monat sprechen alle von einem Inflationsrekordtief, da die Inflationsrate in Deutschland im November lediglich bei 0,6 Prozent lag. Die Jahresinflation 2014 wird aktuell jedoch auf 0,95 Prozent geschätzt. Ihr Tagesgeld sollte im Bestfall daher bei einer Bank liegen, die über 1,0 Prozent Zinsen gewährt.

Viele Angebote in diesem Bereich sind jedoch nur Neukunden vorbehalten. Um gute Zinsen zu kassieren, müssen die Anleger ihr Geld deshalb regelmäßig von einem Konto zum anderen verschieben. Das klingt mühsam, kann sich aber lohnen. Denn die guten Zinsangebote für Neukunden werden von den Banken häufig für einige Monate garantiert. Und gute Zinsen mit Garantiezeit sind in der aktuellen Niedrigzinsphase attraktiv.

 

Geldanlage-Vergleich: Diese Zinsen gibt es derzeit bei Tagesgeld, Festgeld und Sparbriefen.

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