Zeitung: Zehntausende Rentner bekommen zu wenig Geld

Zeitung: Zehntausende Rentner bekommen zu wenig Geld

Von: ddp
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Renten Rentner Senioren Symbolbild
„In sehr vielen Fällen müssen auf Veranlassung des Bundesversicherungsamtes hin Renten neu festgestellt werden”, zitiert die „Bild”-Zeitung aus einem Bericht des Bundesversicherungsamtes. Foto: dpa

<b>Berlin. </B>Zehntausende Rentner bekommen wegen fehlerhafter Rentenbescheide möglicherweise zu niedrige Renten. Das berichtet die „Bild”-Zeitung unter Berufung auf Prüfergebnisse des Bundesversicherungsamtes, die jetzt im Tätigkeitsbericht der Behörde veröffentlicht wurden.

Danach rügten die Prüfer vor allem mangelhafte Beratungen von Versicherten und Bearbeitungsfehler bei den Rentenkassen.

Dem Zeitungsbericht zufolge hat das Bundesversicherungsamt im Vorjahr 450 Rentenakten der Deutschen Rentenversicherung Bund und der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See geprüft und festgestellt, dass viele Rentner zu wenig Geld bekamen.

„In sehr vielen Fällen müssen auf Veranlassung des Bundesversicherungsamtes hin Renten neu festgestellt werden”, zitiert das Blatt aus dem Bericht des Bundesversicherungsamtes. Eine wesentliche Prüferkenntnis sei die unzutreffende Antragsberatung gewesen. So seien die Prüfer auf den Fall einer vor 1945 geborenen Rentnerin gestoßen, der die Rentenkasse nicht empfohlen hatte, eine Altersrente für Frauen zu beantragen, obwohl sie dadurch erheblich mehr Altersgelder bekommen hätte.

Das Bundesversicherungsamt veranlasste den Angaben zufolge darauf hin eine Prüfung und fand 8000 ähnliche Fälle. Sämtliche Rentenbescheide wurden überarbeitet, wie „Bild” weiter schreibt. Im Prüfbericht heiße es: „Die Berechtigten können sich im Regelfall über die Erhöhung ihrer monatlichen Rente im zweistelligen Eurobereich und Nachzahlungen, die im drei- bis fünfstelligen Eurobereich liegen, freuen.”

Tausende Frührentner wurden offenbar nicht auf die Möglichkeit hingewiesen, eine sogenannte „flexible Altersrente” zu beantragen, obwohl sie dadurch mehr Geld bekommen könnten. Das Versicherungsamt verlangt der Zeitung zufolge deshalb die Überprüfung von Zehntausenden Fällen.

Häufig übersähen die Renten-Sachbearbeiter dem Bericht zufolge trotz vorliegender Nachweise, dass auch nach dem Eintritt der Frührente noch Rentenbeiträge gezahlt wurden. Deshalb bekommen viele ab 65 zu wenig Altersrente.

Das Bundesversicherungsamt verlangt jetzt eine Überprüfung aller ähnlichen Fälle. Als „Fehlerschwerpunkt” bezeichne der Prüfbericht die falsche Zuordnung von Ausbildungszeiten und späteren Berufszeiten.
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