Zehn Dinge, die Sie über ETFs wissen müssen

Von: Max Geißler
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Sie kennen sich nicht mit der Börse aus, wollen aber trotzdem mit Aktien sparen? ETFs machen das möglich. Hier sind zehn Dinge, die sie über ETFs wissen sollten.

1.Was sind ETFs?

ETF steht für Exchange Traded Fund. Das steht für börsengehandelte Indexfonds. Das Ziel ist einen bestimmten Aktienindex, wie etwa den Dax oder Dow Jones, so genau nachzubilden, dass man die gleiche Wertentwicklung erzielt. Man benötigt keinen Fondsmanager, da die Zusammensetzung des ETFs durch den Referenzindex vorgegeben ist. Es wird kein Fondsmanager benötigt, der den Fonds überwacht, denn diese Arbeit übernehmen Computer. Daher spricht man von passiv gemanagten Fonds.

2.Gibt es bei ETFs Kostenvorteile?

Ja, denn ETFs sind durch ihre passive Anlagestruktur günstiger als aktiv gemanagte Aktienfonds. Der Kostenvorteil liegt bei bis zu zwei Prozent jährlich. Das bedeutet: Um die gleiche Nettowertentwicklung wie ein vergleichbarer ETF zu erreichen, muss ein aktiv gemanagter Aktienfonds mindestens so gut wie der Index laufen plus die anfallenden Fondskosten.

3.Wo kaufe ich einen ETF?

Da am Bankschalter der Hausbank nur selten ETFs angeboten werden, empfehlen sich Direktbanken. Direktbanken bieten eine große Auswahl von oftmals mehreren Tausend Stück. Wählen Sie in der Ordermaske die Kategorie ETF aus, dann erfolgt der Kauf automatisch über die Börse.

4.Wie lange ist die Laufzeit bei einem ETF?

Sie gehen beim Kauf eines Indexfonds keine vertragliche Laufzeit ein. Sie können ETF-Anteile zu jeder Zeit verkaufen oder einen Sparplan aussetzen, beenden oder die Ratenhöhe verändern.

5.Für welche Art von Anleger eignen sich ETFs?

ETFs eignen sich für fast alle Anlegertypen. Risikofreudige Anleger können in Aktien-ETFs wie etwa iShares DivDax (ISIN DE0002635273) investieren. Für risikoscheue Anleger empfiehlt sich ein Renten-ETF wie beispielsweise der Lyxor ETF Euro Corporate Bond (ISIN FR0010737544).

6.Was sind die Risiken?

Die Risiken bei ETFs sind die typischen Börsenrisiken, wie etwa das Kursrisiko oder das Risiko der Zinsänderung. Wer zu einem schlechten Zeitpunkt ein- bzw. aussteigt, auf den können Wertverluste zukommen.

7.Welcher Index eignet sich für Sparpläne?

Für Langzeitsparer empfehlen sich breit gefächerte Aktienindizes, wie etwa der MSCI World Index oder der Stoxx 600 Europe. Gut diversifizierte Aktienindizes sind weniger schwankungsanfällig als beispielsweise marktenge Indizes oder Branchenindizes.

8.Kann man Vermögenswirksame Leistungen mit ETFs sparen?

Ja, kann man. Einige Banken haben dafür ETFs im Programm. Jedoch ist die Fondsauswahl sehr begrenzt.

9.Profitieren ETFs auch von Aktiendividenden?

Ja, denn verbleiben die Aktien-Ausschüttungen im Fondsguthaben, puschen sie dank Zinseszinseffekt den Kurs.

10.Was ist ein synthetischer ETF?

Im Vergleich zu einem physischen ETF, der seinen Referenzindex mit echten Aktien oder Anleihen nachbildet, funktioniert ein synthetischer ETF über sogenannte Swaps (Tauschgeschäfte). Dabei trifft der Fonds mit einer Investmentbank eine Vereinbarung, die ihm genau die Wertentwicklung des gewünschten Index zusichert. Dafür erhält die Bank die Wertentwicklung eines beliebigen Aktienportfolios, welches der Fonds besitzt. Differenzen bei den Wertentwicklungen werden von Zeit zu Zeit ausgeglichen. Für die Fondsgesellschaft ist diese Konstruktion kostengünstiger.

 

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