Worauf man beim Kauf eines Fahrrads achten sollte

Von: ddp
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Fahrrad Frühling
Rund 570 Euro wollen die Deutschen durchschnittlich für ein neues Fahrrad ausgeben, so das Ergebnis einer Studie des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in Bremen. Foto: dpa

Bremen. Rund 570 Euro wollen die Deutschen durchschnittlich für ein neues Fahrrad ausgeben, so das Ergebnis einer Studie des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in Bremen.

Das passt - denn für rund 600 Euro bekommt man Fahrräder, die dem täglichen Gebrauch in der Stadt und der Wochenendtour gewachsen sind, schildert der ADFC-Vorsitzende Bernd Lemser seine Erfahrungen - „Doch ohne Zugeständnisse an die Qualität geht es nicht.” Vielfahrer mit mehreren Tausend Kilometern im Jahr werden weiterhin auf hochwertigere, mithin teurere Räder setzen müssen. Zu diesem Ergebnis kommt das ADFC-Mitgliedermagazin Radwelt, das Alltagsräder der 600-Euro-Preisklasse ausprobiert hat.

Darauf sollten Käufer achten: Lichtanlagen mit Nabendynamos und Halogenleuchten sind ein Muss. Auf Seitenläufer-Dynamos sollte man sich nicht mehr einlassen. „Leistungsfähigere LED-Leuchten findet man selten, auch Modelle mit Standlicht und Einschaltautomatik sind leider nicht selbstverständlich in dieser Preisklasse”, kritisiert Lemser.

Für den Alltag ist ein Gepäckträger wichtig, der Einkäufe, Gepäck- und Aktentaschen sicher transportiert. Er sollte mindestens 20 Kilogramm tragen können, rät der ADFC, besser noch 25 Kilogramm. Tiefer gelegte Streben für Gepäcktaschen sorgen für einen günstigen Schwerpunkt. So lässt sich das Rad besser kontrollieren.

Die Wahl der Schaltung ist eine Frage der persönlichen Vorlieben. Eine Kettenschaltung ist wegen ihrer größeren Übersetzungsbandbreite und feineren Gangsprünge die bessere Wahl in bergigen Regionen. Ist es flacher, genügt eine Nabenschaltung. Sie benötigt wenig Wartung. Kettenschaltungen hingegen müssen regelmäßig geschmiert werden.

Zwar darf man für 600 Euro nicht zu hohe Ansprüche an ein Fahrrad stellen - manche Schwachstelle ist aber auch bei diesem Preis schlichtweg ärgerlich. Mit billigen, rutschigen Pedalen sparen Hersteller leicht ein paar Cents, und schlecht gedichtete Lager sind eine Garantie für schnellen Verschleiß, warnt der ADFC. Federgabeln und gefederte Sattelstützen müssen regelmäßig gewartet werden, um einwandfrei zu funktionieren. „Eine Einladung für Teilediebe sind Schnellspanner an Sattelklemmung und Laufrädern”, sagt Lemser und rät: „Wer sie am Rad findet, sollte sie noch im Laden gegen Sicherungsachsen austauschen.”

Er empfiehlt auch Zubehör, auf das Radfahrer im Alltag nicht verzichten sollten: So sollte man ein Bügel- oder Faltschloss mit hoher Güte besorgen. Bernd Lemser: „Etwa zehn Prozent des Fahrradpreises sollten Radfahrer in Schlösser investieren, in dieser Preisklasse also zwischen 50 und 60 Euro.” Reifen mit Pannenschutz verhindern Plattfüße, Spritzschutzlappen verschmutzte Füße, Beine und Rücken. Ein Regenschutz für die Satteldecke schont den Sitz und hält die Hose trocken.
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