Wie Sie mit Kindern riestern

Von: Fritz Himmel
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Aachen. Gerade Familien sind die Hauptprofiteure bei einem Riester-Rentenvertrag. Die hohen Kinderzulagen machen das möglich. Darauf sollten Sie achten:

300 Euro Riester-Förderung gibt es für alle ab dem 1. Januar 2008 geborenen Kinder. Für Kinder, die vorher geboren sind, gibt es Jahr für Jahr 180 Euro. Je nach den persönlichen Verhältnissen sind sogar Förderquoten von 200 Prozent und mehr drin. Die Förderung ist jedoch an den Anspruch auf Kindergeld geknüpft. Daher müssen Riester-Sparer aufpassen, wenn sich hier bei den Voraussetzungen etwas ändert, sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten. Fällt der Kindergeldanspruch weg, erlischt damit auch das Anrecht auf Kinderzulage bei einem Riester-Vertrag.

Was es bei der Riester-Zulage zu beachten gilt

Um in den Genuss der vollen Riester-Zulage zu kommen, müssen vier Prozent des Bruttojahreseinkommens jährlich in den Vertrag einbezahlt werden, der Höchstbetrag liegt dabei bei 2100 Euro. Diese Summe muss man aber nicht alleine aufbringen, da die staatlichen Zulagen immer in die Gesamtberechnung des Eigenanteils einfließen. Mehr Kinder bedeuten höhere Zuschläge. Zugleich sinkt der zu leistende Eigenbeitrag. Entfällt jedoch die Kinderzulage, müssen Sparer dieses Geld selbst aufwenden und einzahlen, so sie auch weiterhin die komplette jährliche Grundförderung von 154 Euro erhalten möchten.

Was geschieht bei der Scheidung?

Ein Beispiel: Ein verheiratetes Paar hat zwei Kinder. Während der Ehe erhielten beide Eheleute jeweils das Kindergeld und eine Riester-Kinderzulage für einen ihrer beiden Söhne. Die Ehe scheitert und nach der Scheidung fließen für beide Sprösslinge das Kindergeld und die Kinderzulagen an die Frau. Vater und Mutter müssen nun ihre Zulagen-Anträge korrigieren. Während sich die Frau die Kinderzulagen bei der Kalkulation des Eigenanteils anrechnen lassen kann und dadurch weniger einzahlen muss, sollte der Mann künftig seine Einzahlungen erhöhen, um wieder auf die vier Prozent Eigenanteil zu kommen. Bei jeder Änderung am Kindergeld müssen das die Zulagenstelle und auch der Riester-Vertragspartner erfahren, betont Bianca Boss.

Tipp:

Grundsätzlich ist die Beantragung der staatlichen Riester-Zulagen mittlerweile dank des Dauerzulagen-Antrags sehr einfach geworden. Diesen Antrag muss man bei Abschluss einmal unterzeichnet, um die folgende Beantragung der Zulagen sorgt sich dann der Riester-Anbieter ganz automatisch. Sparer dürfen aber nicht vergessen, dass sie Änderungen, die beispielsweise den Familienstand oder die Zahl der Kinder betreffen, unbedingt ihrem Anbieter mitteilen.

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