Was die Wohngebäudeversicherung schützt

Von: Oliver Mest, ddp
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Hamburg. Eine Wohngebäudeversicherung braucht jeder, der in den eigenen vier Wänden lebt. Denn vor allem Brände, aber auch Sturm- oder Elementarschäden können leicht zu einem Totalschaden und damit ohne Versicherung zum finanziellen Ruin führen.

Bei einer Eigentümergemeinschaft schließt in aller Regel die Verwaltung einen entsprechenden Vertrag für alle Eigentumswohnungen ab - die Regeln und Grundsätze sollten jedoch vom einzelnen Eigentümer überprüft werden.

Wer ein eigenes Haus oder ein Doppel- beziehungsweise Reihenhaus bewohnt, wird sich in aller Regel selbst um den passenden Versicherungsschutz kümmern müssen.

Grundsätzlich entscheidet bei einer Wohngebäudeversicherung die Ursache eines Schadens darüber, ob Versicherungsschutz besteht oder nicht.

Und es kommt natürlich darauf an, welche der versicherbaren Ursachen im individuellen Vertrag auch wirklich versichert worden sind. Bei der Feuerversicherung sind Brände versichert, Blitzschlag und eine Explosion, die das Gebäude beschädigt.

Allerdings sind viele mögliche Schäden ausgeschlossen und müssen zusätzlich und gegen Aufpreis versichert werden. Am bekanntesten sind sicherlich Überspannungsschäden, die nach einem Blitzschlag elektronische Bauteile wie die Heizung beschädigen. Hier zahlt die Versicherung nur, wenn solche Überspannungsschäden in den Versicherungsschutz aufgenommen wurden.

Die Leitungswasserversicherung umfasst Schäden, die durch „bestimmungswidrig ausgetretenes” Leitungswasser entstehen. Damit sind Rohrbrüche versichert, Schäden durch ein seit Jahren undichtes Dach jedoch nicht. Ebenfalls versichert sind Frostschäden und alle Folgen eines Rohrbruchs.

Alle drei Elemente der Wohngebäudeversicherung lassen sich einzeln abschließen, in der Regel werden sie aber als Paket angeboten. Da die Leistungen sehr umfangreich sind, sollte auf jeden Fall ein Experte den Vertrag vor der Unterschrift prüfen, damit alle in Frage kommenden Schäden auch wirklich abgedeckt sind. Es besteht zusätzlich noch die Möglichkeit, sich gegen sogenannte Elementarschäden abzusichern. Das sind vor allem Schäden, die durch Überschwemmungen und zurücklaufendes Wasser aus der Kanalisation entstehen. Daneben sind Versicherte mit einer Elementarschaden-Police auch gegen Erdbeben, Erdrutsche, Schneedruck und Vulkanausbrüche und die daraus resultierenden Folgen versichert.

Wenn ein versicherter Schaden vorliegt, stellt sich natürlich die Frage, was denn eigentlich von der Wohngebäudeversicherung versichert ist.

Alles, was zum Haus gehört, ist grundsätzlich durch die Wohngebäudeversicherung geschützt. Dazu gehört natürlich das Gebäude selbst, aber auch Gebäudezubehör und Nebengebäude, wenn die auf dem gleichen Grundstück liege, in der Police aufgeführt sind und bei der Versicherungssumme berücksichtigt wurden.

Leider gibt es allerdings ziemlich viele Grenzfälle, bei denen sehr fraglich ist, ob es noch zum Haus zählt oder nicht. So sind beispielsweise Zäune in der Regel nicht versichert.

Grundsätzlich wird von der Wohngebäudeversicherung bei einem Totalschaden der ortsübliche Neubauwert erstattet, wenn das Haus wieder aufgebaut wird. Ansonsten bekommen die Versicherten nur den Zeitwert bei Zerstörung.

Bei zerstörtem oder abhanden gekommenem Zubehör wird der Neuwert erstattet, bei Beschädigungen die notwendigen Reparaturkosten, wobei je nach Alter eine Wertminderung abgezogen wird. Außerdem werden die Aufräumkosten ersetzt und bei Unbenutzbarkeit der Wohnräume erhalten die Versicherten einen Ausgleich, wenn sie die Wohnung nicht mehr nutzen oder vermieten können - längstens allerdings für zwölf Monate.
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