Was beim Wechsel der Berufsunfähigkeitspolice wichtig ist

Von: Oliver Mest, dapd
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Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist immens wichtig - aber genauso wichtig ist es, dass der Vertrag optimale Bedingungen bietet. Wer bereits seit einigen Jahren eine Police hat, sollte die Qualität des Versicherungsschutzes regelmäßig überprüfen lassen und zu einem anderen Anbieter wechseln, wenn der bessere Konditionen bietet. Foto: dpa

Elmshorn. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist immens wichtig - aber genauso wichtig ist es, dass der Vertrag optimale Bedingungen bietet. Wer bereits seit einigen Jahren eine Police hat, sollte die Qualität des Versicherungsschutzes regelmäßig überprüfen lassen und zu einem anderen Anbieter wechseln, wenn der bessere Konditionen bietet.

Viele Altverträge sehen zum Beispiel eine abstrakte Verweisung vor. Das bedeutet, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung den Versicherten im Fall einer Invalidität leicht darauf verweisen kann, dass er noch einen anderen Beruf ausüben könne.

Ob der dann tatsächlich in dem Verweisungs-Beruf jemals eine Stelle findet, spielt dabei keine Rolle: Es reicht, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung zeigt, dass es eine angemessene Vergleichstätigkeit gibt.

Nachversicherung und andere Klauseln

Eine andere Falle in alten Berufsunfähigkeitsversicherungen ist der Ausschluss einer Nachversicherungsgarantie. Damit wird in heutigen Standard-Verträgen festgelegt, dass die Versicherungssumme bei bestimmten Ereignissen wie einer Hochzeit oder der Geburt eines Kindes angepasst werden kann - und zwar ohne erneute Gesundheitsprüfung.

Ohne diese Anpassung wird die ursprünglich vereinbarte Rente wahrscheinlich nach einigen Jahren nicht mehr reichen. Neue Versicherungsbedingungen sehen auch vor, dass Versicherte ihre Berufsunfähigkeitsrente bereits erhalten, wenn sie voraussichtlich sechs Monate nicht arbeiten können.

Bei alten Verträgen beträgt dieser Prognosezeitraum bis zu drei Jahre. Das führt oft dazu, dass die Rente zu spät gezahlt wird und der Versicherte in finanzielle Schwierigkeiten kommt.

Entscheidend ist der Gesundheitszustand

Wer den Versicherer wechseln will, muss aber auch seinen Gesundheitszustand mit in die Überlegungen einbeziehen. Denn wenn man mit 25 Jahren spielend eine Berufsunfähigkeitsversicherung bekommt, sieht das zehn Jahre später möglicherweise ganz anders aus.

Denn sogenannte Vorerkrankungen bestimmen die Versicherbarkeit - war man in den vergangenen Jahren häufiger krank und vielleicht sogar im Krankenhaus, schmälert das die Chancen auf einen besseren Vertrag.

Berufsunfähigkeitsversicherungen können die Anträge ablehnen oder sie unter Auflagen wie der Zahlung eines Risikozuschlages annehmen. Bevor man also eine bestehende Berufsunfähigkeitsversicherung kündigt, sollte man die Zusage eines neuen Berufsunfähigkeitsversicherers in der Tasche haben.
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