Berlin - Was 2012 im Portemonnaie ankommt

Was 2012 im Portemonnaie ankommt

Von: Hendrik Roggenkamp
Letzte Aktualisierung:

Berlin. Das Jahr 2012 bringt Arbeitnehmern, Hartz-IV-Empfängern und aller Voraussicht nach auch den Rentnern zumindest etwas höhere Einkommen.

Während der Regelsatz für das Arbeitslosengeld II um rund 2,7 Prozent steigt und die Renten zur Jahresmitte in etwa der gleichen Größenordnung zulegen dürften, haben gesetzlich versicherte Beschäftigte allerdings kaum mehr Netto vom Brutto als 2011.

Zum 1. Januar 2012 sinkt zwar der Rentenbeitragssatz um 0,3 Prozentpunkte. Wegen der Beitragsteilung mit dem Arbeitgeber verringert sich der Arbeitnehmerbeitrag jedoch nur um 0,15 Prozent. Bei einem Bruttoeinkommen von beispielsweise 2.000 Euro beläuft sich die Ersparnis auf exakt drei Euro pro Monat.

Am oberen Ende des Gehaltsspektrums drohen sogar leichte Einkommenseinbußen, weil die Beitragsbemessungsgrenzen in der Renten- und Arbeitslosenversicherung steigen. Bei einem Jahreseinkommen von 68.000 Euro mussten Versicherte in Westdeutschland bislang gut 547 Euro pro Monat an die Rentenkasse und 82,50 Euro an die Arbeitslosenversicherung abführen. Vom 1. Januar an steigen diese Abgaben auf 548,80 Euro beziehgungsweise 84 Euro. In Ostdeutschland bleibt die Beitragsbemessungsgrenze für 2012 unverändert bei 57.600 Euro.

Hartz-IV-Empfänger bekommen etwas mehr Geld

Ebenfalls ab Januar greift die Erhöhung des Regelsatzes für Hartz-IV-Empfänger. Der volle Regelsatz für Alleinstehende steigt um 10 auf 374 Euro, Paare in sogenannten Bedarfsgemeinschaften bekommen 337 Euro pro Kopf und damit 9 Euro mehr als bislang. Für Kinder unter sechs Jahren steigt der Regelsatz um 4 auf 219 Euro, für volljährige Kinder um 8 auf 299 Euro. Die übrigen Sätze für Kinder zwischen 6 und 18 Jahren bleiben unverändert.

Noch nicht beschlossen, aber so gut wie sicher ist auch eine Anhebung der Renten zum 1. Juli 2012. Da die Rentenhöhe der Entwicklung des Durchschnittslohns angepasst wird, ist ein Zuschlag von gut zwei Prozent im Westen und mehr als drei Prozent in Ostdeutschland nach jüngsten Berechnungen der Deutschen Rentenversicherung wahrscheinlich.

Eine ausführliche Darstellung zur Entwicklung der Sozialversicherungsbeiträge und anderer Rechengrößen findet sich auf den Internet-Seiten der Arbeitnehmerkammer Bremen (http://arbeitnehmerkammer.de/sozialpolitik ). Für individuelle Gehaltsberechnungen ist der bereits aktualisierte Online-Rechner von Norbert Heydorn zu empfehlen (http://n-heydorn.de/gehaltsrechner.html)
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