Wahltarife sind beim Zahnersatz oft nicht die beste Wahl

Von: dapd
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Berlin. Ein Zahnersatz-Wahltarif, wie er von acht gesetzlichen Krankenkassen angeboten wird, ist laut der Zeitschrift „Finanztest” nur selten erste Wahl, um die Kosten beim Zahnarzt zu drücken.

Denn die Leistungen sind sehr eingeschränkt, wie die Zeitschrift in ihrer Juli-Ausgabe berichtet.

Die Zahnersatz-Wahltarife von sechs Allgemeinen Ortskrankenkassen, der IKK Nord und der Knappschaft haben aber auch Vorteile: Man kann sie gegen einen Extrabeitrag abschließen und unmittelbar danach einen Heil- und Kostenplan vom eigenen Zahnarzt erstellen lassen. Lediglich die AOK Plus sieht eine Wartezeit von sechs Monaten vor.

Doch weit kommt der Patient mit dem Geld aus so einem Wahltarif nicht. Es reicht allenfalls für den Zahnersatz, der der „Regelversorgung” entspricht. Diese haben Kassen und Zahnärzteschaft für jeden Befund definiert. Sonderwünsche wie Kronen aus Keramik statt aus einer Metalllegierung ohne Goldanteil zahlt der Patient weiter privat. Und der Wahltarif bringt nicht mehr als 250 Euro extra im ersten Jahr. Schon für eine Brücke der Regelversorgung über zwei oder drei Zähne wäre das zu wenig.

Für teuren Zahnersatz wie Implantate ist eine leistungsstarke private Zusatzpolice das Beste. Geht es nur um die Kosten der Regelversorgung, gibt es andere Lösungen. So bieten etliche Kassen ihren Versicherten die Regelversorgung ohne Eigenanteil an, wenn sie bereit sind, bestimmte Zahnärzte aufzusuchen. Menschen mit sehr geringem Einkommen bekommen von ihrer Kasse auf Antrag ohnehin einen höheren Zuschuss zur Regelversorgung.

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