Versicherungen für Immobilien: Schutz gegen Elementarschäden wichtig

Von: Oliver Mest, dapd
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Haus Schaden
Wichtig ist, sich gegen Elementarschäden abzusichern - oft ist ein solcher Schutz nicht inbegriffen. Aber mit der Elementarschaden-Versicherung besteht Schutz gegen besonders schadenträchtige Naturgewalten wie Schneelast, Überschwemmung, Erdrutsch oder Lawinen, die nicht selten einen Totalschaden zur Folge haben. Foto: David Hecker, ddp

Elmshorn. Wird das Haus oder die Wohnung bei einem Unglück zerstört, brennt aus oder wird durch Wasser beschädigt, kann der Schaden schnell einige 100.000 Euro ausmachen.

Kaum jemand dürfte in der Lage sein, einen solchen Schaden aus dem Ersparten zu begleichen. Deshalb sollten Immobilienbesitzer ihren Versicherungsschutz optimieren.

Entscheidend ist die Wohngebäudeversicherung, die verschiedene Bereiche umfasst. Bei der Feuerversicherung sind Brände versichert, Blitzschlag und eine Explosion. Allerdings sind viele mögliche Schäden ausgeschlossen und müssen zusätzlich und gegen Aufpreis versichert werden.

Am bekanntesten sind sicherlich Überspannungsschäden, die nach einem Blitzschlag elektronische Bauteile wie die Heizung beschädigen. Hier zahlt die Versicherung nur, wenn solche Überspannungsschäden in den Versicherungsschutz aufgenommen wurden. Die Sturmversicherung schützt zwar prinzipiell vor Sturm- und Hagelschäden, nicht aber vor Schäden an geschlossenen Türen und Fenstern.

Die Leitungswasserversicherung umfasst Schäden, die durch „bestimmungswidrig ausgetretenes” Leitungswasser entstehen - damit sind vor allem Rohrbrüche versichert. Alle drei Elemente der Wohngebäudeversicherung lassen sich einzeln abschließen, in der Regel werden sie aber als Paket angeboten.

Wichtig ist auch, sich gegen Elementarschäden abzusichern - oft ist ein solcher Schutz nicht inbegriffen. Aber mit der Elementarschaden-Versicherung besteht Schutz gegen besonders schadenträchtige Naturgewalten wie Schneelast, Überschwemmung, Erdrutsch oder Lawinen, die nicht selten einen Totalschaden zur Folge haben.

Naturgemäß ist ein solcher Schutz dort kaum zu bekommen, wo regelmäßig Elementarschäden zu erwarten sind - etwa in Flussnähe. Trotzdem sollte auf den Schutz nicht leichtfertig verzichtet und notfalls ein Prämienzuschlag in Kauf genommen werden. Außerdem sollte der Versicherungsschutz auf Vollständigkeit geprüft werden. Wichtig ist es etwa, den Einschluss von Nebengebäuden, Terrassenüberdachungen und weiterem Zubehör zu klären.

Es sollte darauf geachtet werden, dass keine Unterversicherung auftritt. Die Versicherungssumme muss so gewählt sein, dass bei einem Totalschaden ausreichend Geld fließt, um ein vergleichbares Gebäude wieder aufzubauen. Wichtig ist es deshalb, die Versicherungssumme regelmäßig anzupassen.

Am einfachsten ist das mit einer gleitenden Neuwertversicherung, die die allgemeinen Kostensteigerungen berücksichtigt und bei einem Schaden auch finanziell kompensiert.
Wer eine Immobilie kauft, sollte bestehenden Versicherungsschutz, der beim Kauf zunächst einmal immer auf den Erwerber übergeht, nicht vorschnell kündigen. Denn oft bieten Altverträge gute Konditionen und eine umfassende Absicherung.

Wer eine Versicherung abgeschlossen hat, sollte übrigens einige Verhaltensregeln beachten, damit der Schutz im Ernstfall nicht entfällt. Ganz besonders wichtig ist, dass Schäden immer unverzüglich gemeldet werden müssen. Wer das nicht tut, riskiert den Versicherungsschutz. Außerdem darf der Versicherte den Schaden nicht grob fahrlässig verursacht haben: Wer im Sommer den Grill unbeaufsichtigt lässt und das Haus in Flammen setzt, muss damit rechnen, dass die Versicherung nicht zahlt.

Wer sein Haus oder seine Wohnung schützen will, muss auch daran denken, dass die Gebäudeversicherung nur das Gebäude selbst und fest damit verbundene Gegenstände wie den Teppichboden schützt: Die Einrichtung selbst ist nicht geschützt, sondern kann durch eine Hausratpolice versichert werden.

Wenn etwas passiert ist, wird bei einem Totalschaden der ortsübliche Neubauwert erstattet, wenn das Haus wieder aufgebaut wird. Ansonsten bekommen die Versicherten nur den Zeitwert. Bei zerstörtem oder abhandengekommenem Zubehör wird der Neuwert erstattet, bei Beschädigungen die notwendigen Reparaturkosten, wobei je nach Alter eine Wertminderung abgezogen wird. Außerdem werden die Aufräumkosten ersetzt.

Und bei Unbenutzbarkeit der Wohnräume erhalten die Versicherten einen Ausgleich, wenn sie die Wohnung nicht mehr nutzen oder vermieten können.
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