Versicherungen für den Nachbarschaftstreit

Von: Horst Peter Wickel
Letzte Aktualisierung:
Nachbarn Garten Streit
Wenn es zum Streit zwischen Nachbarn kommt, hilft oft sogar die richtige Versicherung. Foto: dpa

Aachen. Streit mit dem Nachbarn ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch teuer werden. Mit den passenden Versicherungen sind Sie auf der sicheren Seite.

Jeder dritte Bundesbürger mit Streit konfrontiert

Nach einer aktuellen Umfrage der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) im Auftrag der Gothaer Versicherung hatten rund 32 Prozent aller Bundesbürger schon heftigen Streit mit Nachbarn. Die Lärmbelästigung wird bei weitem als der häufigste Grund genannt, es folgen missachtete Nachbarpflichten, beispielsweise, wenn das Treppenhaus nicht geputzt oder der Rasen nicht gemäht wurde. An dritter Stelle in der Rangliste der Streitpunkte stehen Haustiere, die mit Lärm, Schmutz oder ihrem Geruch für Ärger sorgen. Als weitere Gründe für Nachbarschaftsstreitigkeiten nannten die Befragten bei der GfK-Studie: Ärger über Autos, Unfreundlichkeit, zugestelltes Treppenhaus, zum Beispiel mit Kinderwagen, verschmutzte Gemeinschaftsräume, störende Besucher und Belästigung durch Geruch und Gestank, wie etwa Zigarettenrauch im Treppenhaus.

Hamburger sind besonders streitlustig

Dort klagt sogar jeder Zweite (50,2 Prozent) über Nachbarschaftsstreit. Auf dem zweiten Platz liegt Baden-Württemberg mit 42,9 Prozent. Am ruhigsten geht es in der Hauptstadt zu. Mit 13,9 Prozent liegt Berlin weit unter dem Bundesdurchschnitt. Bei den Hamburgern ist Unfreundlichkeit weit mehr als anderswo Anlass, mit den Nachbarn in Clinch zu geraten (Bundesschnitt 33 Prozent, Hamburg 64 Prozent).

Das klärende Gespräch suchen

Rechtlich gesehen unterliegt der Streit mit Nachbarn dem Nachbarschaftsrecht, das im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) sowie durch Nachbarrechtsgesetze (NRG) auf Landesebene geregelt wird. Aller Erfahrung nach kann Nachbarschaftsstreit in der Regel durch mehr Toleranz und gegenseitige Rücksichtnahme, also auch ohne finanziell belastende und ungewiss ausgehende Gerichtsprozesse gelöst werden. Die Polizei zu rufen oder juristische Schritte einzuleiten, sind nur im Ernstfall zu empfehlen. "Wir empfehlen, bei Streitigkeiten mit dem Nachbarn natürlich zunächst ein freundliches, aber klärendes Gespräch", sagt Jörg Kranz, Leiter Produktmanagement bei der Gothaer. Oft sei dem Gegenüber sein störendes Verhalten gar nicht bewusst. "Sollten sich die Schwierigkeiten durch ein Gespräch nicht überwinden lassen, sollte der nächste Schritt sein, rechtlichen Rat einzuholen", so Kranz weiter.

Wann zahlt die Versicherung?

Immobilieneigentümer, Mieter und Vermieter sollten sich, bevor sie juristische Ratschläge einholen oder einen Rechtsanwalt einschalten, darüber klar werden, ob ihre private Rechtsschutzversicherung auch Haus- und Wohnungsrechtsschutz umfasst. Selbstverständlich kann es auch im gut-nachbarschaftlichen Zusammenleben zu Schäden kommen, die möglichst schnell und unkompliziert finanziell ausgeglichen werden sollten. Verbraucherschützer erinnern gern daran, dass eine private Haftpflichtversicherung für jeden Verbraucher auch deshalb zum absoluten Muss gehört.

 

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