Vermögen aufbauen mit der Pyramidenstrategie

Von: Max Geißler
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Vermögen nachhaltig vermehren mit Hilfe des Stufenkonzepts. Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Aachen. Der private Kapitalaufbau bedarf eines Plans. Das Zauberwort lautet hier: Stufenkonzept. Wer sein Vermögen nachhaltig vermehren möchte, hat viele Faktoren zu beachten: vielschichtige Sparziele, den Anlagehorizont, das Alter, die Risikobereitschaft sowie steuerliche Gesichtspunkte.

Die verschiedenen Anforderungen lassen sich allerdings nicht so leicht unter einen Hut bringen. Was Sie brauchen, ist eine abgestimmte Strategie, die einzelne Anlagebausteine sinnvoll kombiniert und ergänzt. Als grundlegende Maxime des privaten Vermögensaufbaus gilt: Nur wer dauerhaft und regelmäßig spart, erreicht - den richtigen Anlagemix vorausgesetzt - die persönlichen Ziele.

Die Pyramide

Langfristiger Vermögensaufbau lässt sich mit einer Pyramide vergleichen: Zunächst braucht man eine stabile, breite Basis. Als Fundament zum Sparen eignen sich dabei Tagesgelder, Festgelder sowie Sparbriefe. Das bringt Stabilität und Flexibilität. Schließlich soll das vorhandene Kapital krisensicher angelegt sein, die individuelle Liquidität aber nicht unter finanziellen Engpässen leiden. Also Faustformel gilt: Zwei bis drei Nettomonatsgehälter gehören als Notreserve auf ein gut verzinstes Tagesgeldkonto, den Rest legt man auf ein zwei - oder dreijähriges Festgeldkonto.

Wie viel Risiko bin ich bereit einzugehen?

In der zweiten Ebene der Finanzpyramide geht es um die Absicherung von beruflichen Risiken sowie von privaten Haftungsrisiken. Berufsunfähigkeitsversicherung und Haftpflichtversicherung sind ebenso unverzichtbar wie die Immobilienversicherung für Wohneigentümer oder die KFZ-Versicherung, die Sie übrigens noch bis zum 30. November wechseln können, um zu sparen. Zugleich beinhaltet die zweite Stufe der Finanzpyramide mittelfristige Sparziele, etwa um Geld für ein neues Auto oder eine neue Küche anzusparen. Hierzu empfehlen sich neben Tagesgeld vor allem Sparpläne mit festen Zinsen bzw. Wachstumssparen.

Die Altersvorsorge

Die dritte Ebene des privaten Finanzkonzepts umfasst die Alterssicherung. Dass die gesetzliche Rente im Alter nicht ausreichen wird, ist inzwischen bekannt. Damit das Geld im Alter nicht knapp wird, sollten Sie eine private Zusatzrente haben. Zahlreiche Möglichkeiten stehen zur Wahl: Banksparplan, private Rentenversicherung, Fondssparplan oder Riester-Rente.

Vorteil:

Vaterstaat fördert die private Altersvorsorge mit Zuschüssen und Steuervorteilen, etwa im Rahmen der Riester-Rente, der betrieblichen Altersvorsorge oder für vermögenswirksames Sparen mit VL-Leistungen. Auch das private Eigenheim ist ein wichtiger Baustein der Altersvorsorge. Hier erhalten Sie Unterstützung im Rahmen von Wohn-Riester.

Chancen nutzen

Die vierte Ebene der Pyramide ist nun die Spitze. Hier geht es um kontinuierliches Wachstum und den Erhalt des eigenen Vermögens. Dies geschieht vor allem durch das Ausnutzen langfristiger Renditechancen mit Hilfe von Investmentfonds und Direktinvestments. Breit diversifizierte Geldanlagen wirken stabilisierend und zugleich renditesteigernd für das Gesamtvermögen. Der Amerikaner Harry Markowitz bekam für diese Erkenntnis einen Nobelpreis.

Tipp

Setzen Sie auf kostengünstige und breit gefächerte Indexfonds (ETF). Die geringen laufenden Kosten erhöhen die Gewinnchance.

Lassen Sie sich beraten

Da die Sparmöglichkeiten vielfältig sind und eine individuell abgestimmte Strategie zum Vermögensaufbau grundlegend ist, sollten Sie auf die persönliche Beratung in einer Bankfiliale oder Sparkasse nicht verzichten. Etwas Zeit sollten Sparer für ein Beratungsgespräch jedoch einplanen, die Mittelbrandenburgische Sparkasse schlägt mindestens 45 Minuten vor.

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