Vermieter darf Kaution nicht einfach so anbrechen

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Mieter müssen für einen nicht frei zugänglichen Raum keine Miete zahlen. Foto: dpa

Bad Homburg/Berlin. Ein Vermieter darf nicht ohne weiteres das Kautionssparbuch auflösen. Ist der Mieter etwa in Zahlungsrückstand, ist das allein kein Grund - der Vermieter müsse zunächst auf Zahlung klagen und einen sogenannten Titel bei Gericht erwirken, erläutert der Deutsche Mieterbund in Berlin.

Eine andere Möglichkeit sei ein Mahn- und Vollstreckungsbescheid.

Gründe für das Angreifen der Kaution sind Zahlungsrückstände des Mieters: Bei der Mietzahlung, aus einer Nachforderung aus der Betriebskostenabrechnung oder einer vorhergehenden unberechtigten Mietminderung durch den Mieter.

Liegen diese Gründe nicht vor, darf der Vermieter das Kautionssparbuch nicht auflösen, erklärt der Mieterbund mit Verweis auf ein Urteil des Amtsgericht Bad Homburg. Der Mieter hatte in einem solchen Fall einen Rechtsanwalt beauftragt - die Kosten musste ihm der Vermieter erstatten (Az.: 2 C 2426/06).
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