Urlaub mit dem Rad: Diese Versicherungen gehören ins Gepäck

Von: amv
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Wer einen Radurlaub im außereuropäischen Ausland macht, sollte sich beim Versicherer erkundigen, ob der Schutz auch für das Reiseland gilt.

Henstedt-Ulzburg. Radeln im Urlaub erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Laut Analyse des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) unternahmen 5,2 Millionen Deutsche im vergangenen Jahr einen Radurlaub - 16 Prozent mehr als im Vorjahr.

„Vor dem Start in den Urlaub lohnt sich für Fahrradfahrer neben dem Sicherheitscheck des Fahrrads auch ein Blick in den Versicherungsordner. Denn nicht in jeder Hausratversicherung ist auch der einfache Fahrraddiebstahl außerhalb der versicherten Wohnung eingeschlossen“, erinnert Bianca Boss vom Bund der Versicherten (BdV) in Henstedt-Ulzburg.

Unverzichtbar, nicht nur für Fahrradfahrer, ist die private Haftpflichtversicherung, so die Versicherungsexpertin. Denn wer einen Dritten schädigt, zum Beispiel, weil er mit seinem Fahrrad an dessen parkendem Auto vorbeischrammt, muss für den Schaden aufkommen.

Dank Hausratversicherung ist das Fahrrad auch auf Reisen gegen Einbruchdiebstahl versichert. Doch dafür muss es im Hotel oder dem Ferienhaus in einem abgeschlossenen Keller oder Raum verwahrt werden. Das ist, beispielsweise beim Camping, oft nicht möglich. „Wer sein Rad auch gegen einfachen Diebstahl versichern möchte, sollte dies in der Hausratversicherung zusätzlich absichern. Viele Versicherungsgesellschaften bieten mittlerweile einen 24-Stunden-Schutz an“, schildert Bianca Boss ihre Erfahrungen: „Dann ist das Rad auch zwischen 22 und sechs Uhr versichert.“

Manche verlangen zudem die Verwendung eines hochwertigen Fahrradschlosses. Wichtig: Das Fahrrad muss an einem fest verankerten Gegenstand wie einem Laternenpfahl angeschlossen sein.

Und wer einen Radurlaub im außereuropäischen Ausland macht, sollte sich beim Versicherer erkundigen, ob der Schutz auch für das Reiseland gilt.

Da für den Fahrradurlaub geeignete Trekkingfahrräder oder E-Bikes oft hochpreisig sind und nicht ausreichend über die Hausratversicherung versichert werden können, denkt so mancher über eine  spezielle Fahrradversicherung nach. Der Versicherungsschutz erstreckt sich dabei nicht allein auf Diebstahl, sondern kann ebenso die Reparaturkostenübernahme, Vandalismusschäden und Leistungen bei Unfällen beinhalten.

Der BdV rät dennoch ab. „Das Produkt besitzt zu viele Ausschlüsse und Entschädigungsgrenzen und dafür zahlt man im Verhältnis dann einen zu hohen Beitrag“, meint Boss.

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