Unfallversicherung: Unfall muss auch wirklich bewiesen sein

Von: ddp
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Hamm. Bei zweifelhaften Unfällen muss der Versicherte den Unfallhergang plausibel belegen können, damit die Versicherung tatsächlich zahlen muss.

Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Hamm (20 U 148/07) hervor. In dem Fall war ein Mann aus dem Fenster gestürzt und machte dafür zunächst eine Kreislaufschwäche verantwortlich.

Später erklärte er, dass er sich an den eigentlichen Unfallhergang nicht mehr erinnern könne. Das aber wollten die Richter ihm nicht glauben und hielten an seiner ursprünglichen Version der Kreislaufschwäche fest, sodass die Versicherung nicht zahlen musste, weil die Kreislaufschwäche als Geistes- oder Bewusstseinsstörung nicht versichert ist.

Dem Mann wurde hier zum Verhängnis, dass die Richter ihn nach den Grundsätzen der sogenannten sekundären Darlegungslast für beweispflichtig sahen, den Unfallhergang zu beweisen.
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