Unfallversicherung muss unter Umständen auch Sportunfall abdecken

Von: ddp
Letzte Aktualisierung:
unfall
Die private Unfallversicherung: Auch bei Sportunfällen muss sie unter Umständen zahlen. Foto: ddp

Dortmund. Erleidet ein Badmintonspieler während eines schnellen Antritts einen Achillessehnenriss, so ist es nicht automatisch ausgeschlossen, dass es sich dabei um einen versicherten Unfall handelt.

Das geht aus einer Entscheidung des Landgerichts Dortmund (AZ: 2 O 449/07) hervor. Der Versicherer hatte in dem Fall trotz festgestellter Dauerschäden keinen versicherten Unfall anerkennen wollen und sich nicht in der Pflicht gesehen. Das sahen die Dortmunder Richter jedoch anders.

Denn in der privaten Unfallversicherung seien gerade auch Verletzungen wie der Achillessehnenriss versichert, die sich als Folge einer erhöhten Kraftanstrengung an Muskeln, Bändern, Kapseln oder Sehnen durch Zerrung oder Zerreißen zeigen.

Demgegenüber stehen Verletzungen nach Bewegungen, die keine besondere Kraftanstrengung erfordern. Bei denen ist davon auszugehen, dass die Verletzung vor allem Folge von Verschleißerscheinungen oder krankhaften Veränderungen an den betroffenen Körperteilen ist.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert