Unfall bei Einkauf auf dem Arbeitsweg ist nicht versichert

Von: ddp
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Kassel. Ein Unfall während des Einkaufs auf dem Weg zur Arbeit ist kein versicherter Arbeitsunfall. Das hat das Bundessozialgericht entschieden.

Zwar seien Arbeitnehmer auf der Hin- und Rückfahrt zu ihrem Arbeitsplatz versichert. Umwege und Unterbrechungen zählten jedoch nicht zum Arbeitsweg. Der Kläger war mit dem Motorrad zur Arbeit gefahren und hatte unterwegs bei einem Supermarkt angehalten, um Obst einzukaufen. Auf dem Parkplatz stieß er mit einem Auto zusammen und verletzte sich.

Die Berufsgenossenschaft erkannte den Unfall nicht als Arbeitsunfall an. Während die gegen diese Entscheidung eingelegte Klage vor dem Sozialgericht erfolgreich war, gaben die höheren Instanzen der Berufsgenossenschaft Recht.

Bei Wegeunfällen seien Arbeitnehmer nur beim „Zurücklegen” des Arbeitsweges versichert, betonten die Richter am Bundesarbeitsgericht. Im Streitfall habe der Kläger den Arbeitsweg jedoch mehr als nur geringfügig unterbrochen.

Der Unfall auf dem Supermarktparkplatz sei auch nicht genau so zu behandeln wie ein versicherter Unfall während der Mittagspause. Denn die Pause solle die Arbeitsfähigkeit aufrechterhalten und stehe damit in einer direkten Beziehung zur Arbeit des Versicherten. Dies sei bei einer Fahrtunterbrechung zum Einkauf von Lebensmitteln vor Arbeitsbeginn nicht der Fall. (Urteil vom 2. Dezember 2008, AZ: B 2 U 17/07 R)
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