Unbestellt erhaltene Ware muss nicht widerrufen werden

Von: dpa
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Düsseldorf. Dubiose Anbieter verschicken immer wieder unverlangt Waren - und spekulieren darauf, dass die Empfänger sich zum Bezahlen verpflichtet sehen.

Doch das sind sie nicht, erläutert die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf im neuen Ratgeber „Vorsicht: Abzocke!”. Wer unbestellt etwas geschickt bekommt, kann damit anstellen, was er will - er muss sich nicht etwa die Mühe machen, die Bestellung zu widerrufen oder sie zurückzuschicken. Auch bedeute es keine stillschweigende Einverständniserklärung, wenn Empfänger sich in solchen Fällen nicht mit dem Absender in Verbindung setzen.

Anders sieht es nur in zwei Fällen aus: So gilt erstens eine Ausnahme, wenn klar ist, dass die Ware durch einen Irrtum im Briefkasten gelandet ist. Und zweitens, wenn der Verbraucher etwas bestellt hat, der Anbieter dies aber nicht auf Lager hatte und daher eine „nach Qualität und Preis gleichwertige” Ware liefert.

Informationen: Der Ratgeber ist für 6,90 Euro erhältlich bei der Verbraucherzentrale NRW, Adersstr. 78, 40215 Düsseldorf (Tel.: 0211/380 95 55, Internet: www.vz-ratgeber.de).

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