Tagesgeld-Zinsen sollten über der Inflationsrate liegen

Von: Max Geißler
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Die Tagesgeld-Zinsen sollten über der Inflationsrate liegen. Symbolfoto: dpa

Aachen. Zinsen unter Inflationsniveau entwerten Ihr Tagesgeld. Durch einen Wechsel zu einem Tagegeldkonto mit dauerhaft hohen Zinsen, können Sie Verluste vermeiden.

Bei vielen Banken bekommen Sie kaum noch Zinsen für Ihr Tagesgeld. Tendiert die Rendite gegen Null, verliert auch Ihr Sparvermögen an Wert, denn die Inflation nagt an der Kaufkraft. Damit das Erpsarte nicht an Wert verliert, sollten Sie reagieren und sich nach einem Tagesgeldkonto mit einer besseren Verzinsung umsehen.

Wo sind die Tagesgeld-Zinsen dauerhaft hoch?

Erkundigen Sie sich, ob die Bank dauerhaft hohe Zinsen bietet, oder ob es sich hierbei lediglich um ein einmaliges Angebot handelt. Als Orientierungspunkt sollte dabei die Inflationsrate dienen. Nur wenn die Tagesgeldzinsen dauerhauft über der Teurerungsrate liegen, erzielen Sie einen realen Zinsgewinn. Die Inflationsrate in Deutschland liegt aktuell bei 0,3 Prozent, somit sollten die Zinsen des neuen Tagesgeldkonto deutlich darüber liegen.

Bei der Suche nach den besten Zins-Konditionen, können Sie auf diverse Online-Vergleichsrechner zurückgreifen. Dabei können sie mit wenigen Mausklicks in Erfahrung bringen, bei welchem Anbieter mit einer stabilen Zinsentwicklung zu rechnen ist. Beispielsweise liegt der Zinssatz bei der Volkswagen Bank seit einem Jahr dauerhaft über der Ein-Prozent-Marke und damit auch deutlich über der aktuellen Inflationsrate. Das gleiche Bild bietet sich beim Zinssatz der 1822 direkt und Moneyou.

Vermeiden Sie Tagesgeld mit Kontozwang

Sie sollten neben Top-Zinsen auch darauf achten, dass Ihr neues Tagesgeldkonto nicht an die Eröffnung eines Girokontos oder Wertpapierdepots gebunden ist. Es könnten Zusatzkosten wie zum Beispiel Konto- oder Depotführungsgebühren auf Sie zu kommen. ING-Diba, Consorsbank und Deniz Bank bieten Tagesgeld ohne Kontozwang.

Vermeiden Sie Höchstbeträge bei Tagesgeld

Einige Kreditinstitute drosseln den Tagesgeld-Topzins auf eine bestimmte Anlagesumme. Liegt der Anlagebetrag über dem Limit, drohen Zinsverluste.

Beispiel:

Zahlt beispielsweise Bank A bis 10.000 Euro einen Höchstzins von 0,8 Prozent, für darüber hinaus gehende Beträge aber nur 0,3 Prozent, so erzielt ein Anlagebetrag von 20.000 Euro übers Jahr gesehen 110 Euro Zinsen. Hätte die Bank den Gesamtbetrag mit 0,8 Prozent verzinst, wäre das Sparergebnis um 50 Euro besser ausgefallen. Deshalb achten Sie besser auf ein Tagesgeldkonto, das den Höchstzins für den gesamten Geldbetrag zahlt.

Auf die Mindestanlage achten

Schreibt die Bank bei kleineren Anlagebeträgen keine oder nur geringe Zinsen gut, können Sie ebenfalls Geld verlieren. Zahlt zum Beispiel das Tagesgeldkonto erst ab einem Anlagebetrag von 5.000 Euro Zinsen, sollten Sie unbedingt auf die Mindestanlagesumme achten, ansonsten können Sie nicht von den Zinsen profitieren. Auch im Falle, dass der Zinssatz später, bei Unterschreiten eines bestimmten Anlagebetrages sinkt, können Zinsverluste drohen. Daher wählen Sie Tagesgeld, dass vom ersten bis zum letzten Euro hohe Zinsen gutschreibt.

 

Geldanlage-Vergleich: Diese Zinsen gibt es derzeit bei Tagesgeld, Festgeld und Sparbriefen.

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