Tagesgeld für Kinder

Von: Max Geißler
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Aachen. Tagesgeld oder doch ein klassisches Kindergirokonto? Der Zinsvergleich zeigt: In einigen Fällen gewähren Banken deutlich mehr Zinsen für das herkömmliche Tagesgeld.

Mit dem Ziel die Finanzen von Kindern auf solide Beine zu stellen, entscheiden sich Eltern oft für Tagesgeld. Die Vorteile liegen auf der Hand: Diese Konten sind flexibel, leicht handhabbar, produzieren keine Kosten und sind bei einem soliden Anbieter gut verzinst. Das ist beispielsweise bei den Direktbanken der Autobauer Audi und Volkswagen der Fall. Gleiches gilt auch für die ING-Diba oder den Online-Ableger der Frankfurter Sparkasse, der 1822 direkt. Aufgrund der Tatsache, dass es sich um variable Zinssätze handelt, können Geldhäuser bei steigendem Marktzins nachbessern. Diese Anpassung erfolgt jedoch auch bei einem fallenden Zinsniveau. Tagesgeldkonten sind rein zum Sparen, sie dienen nicht für den täglichen Zahlungsverkehr.

Eltern, die für ihre Kinder den einen oder anderen Euro ansparen möchten, sind mit einem Tagesgeld-Sparplan gut beraten. Innerhalb dessen kann die Höhe der Zahlungen und die Häufigkeit der Überweisungen frei festgelegt werden. Häufig werden Tagesgeld-Konten für Minderjährige als Kinderkonto geführt. Da das Kinderkonto auch auf den Namen des Sprösslings lautet, lässt sich dessen Sparerpauschbetrag gezielt nutzen, um Abgeltungsteuer zu sparen, sagt André Kauselmann von der ING-Diba.

Der Weg zum Kinderkonto

Minderjährigen ist es nicht erlaubt, eigenständig Tagesgeld als Kinderkonto anzulegen. Vielmehr müssen die Eltern mit ins Boot geholt werden. Diese müssen sich gegenüber der Bank legitimieren. Um den Nachweis der Vormundschaft zu erbringen, müssen Eltern die Geburtsurkunde oder amtliche Papiere des Kindes mit in die Filiale bringen oder einsenden. Bis zur Volljährigkeit sind die gesetzlichen Vertreter verfügungsberechtigt und können Ein- und Auszahlungen auf dem Kinderkonto veranlassen.

Wollen Großeltern oder Paten Tagesgeld als Kinderkonto für den Nachwuchs anlegen, muss ein Vertrag zugunsten Dritter geschlossen werden. Das Kinderkonto wird auf den Namen des Begünstigten eingerichtet. Auch hier gilt: Bis zum 18. Geburtstag sind die Eltern vertretungsberechtigt. Danach kann das Kind über das Tagesgeld verfügen und eigenständig Transaktionen durchführen. Die ING-Diba sperrt ab dem 18. Geburtstag automatisch den Zugang für die Eltern und schaltet neue Pin/Tan-Daten für das Kind frei. Allerdings muss sich der Nachwuchs nachträglich per Post-Ident legitimieren, so Pressesprecher Kauselmann.

Auf Zinsen und das Kleingedruckte achten

Die Bedingungen, die an Tagesgeld für Minderjährige geknüpft sind, variieren von Bank zu Bank. Daneben führen nicht alle Bankhäuser ein Kinderkonto in ihrem Produktsortiment. Bei Direktbanken werden Kunden häufig fündig, so etwa bei der Audi- und Volkswagenbank, der Netbank, bei Comdirect, Cortal Consors, ING-Diba oder auch 1822 direkt.

Eine Befragung des Verbraucherportals Geldsparen.de hat ergeben, dass nicht alle Banken einheitliche Zinssätze für Tagesgeld gutschreiben. Ein ums andere Mal gibt es für herkömmliches Tagesgeld bessere Zinsangebote als für Kinderkonten. So schreibt Cortal Consors für das Kinderkonto aktuell nur 0,8 Prozent Guthabenzins gut, wohingegen Neukunden für das klassische Tagesgeld ein Jahr lang 1,3 Prozent bekommen.

Geldanlage-Vergleich: Diese Zinsen gibt es derzeit bei Tagesgeld, Festgeld und Sparbriefen.

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