Studie: Große Schwankungen bei Kosten für Autoversicherung

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Berlin. Viele Autobesitzer zahlen immer noch deutlich zu hohe Versicherungsprämien.

Die Unterschiede zwischen den niedrigsten und höchsten Jahresbeiträgen liegen zum Teil weit über tausend Euro. Das ergab eine am Montag vorgestellte Untersuchung der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht. Nur ein kleiner Teil der Autobesitzer sei bereits einmal zu einer billigeren Versicherung gewechselt. „50 bis 60 Prozent der Kunden vergleichen nicht und wechseln trotz großer Sparpotenziale ihre Autoversicherung nie”, sagte Professor Thomas Köhne, der die Vergleichsstudie im Auftrag einer Versicherung leitete.

Im Durchschnitt sind die Preise für Kfz-Versicherungen im Vergleich zu 2011 um 6,9 Prozent gestiegen. Jedes Jahr werden 1,45 Millionen neue private Versicherungen für Autos abgeschlossen. Bis zum 30. November können Autofahrer zu einem neuen Anbieter wechseln. Die Untersuchung basiert auf den aktuell angebotenen Versicherungstarifen für zehn Musterkunden in zwanzig Städten und Gemeinden.

Das größte Sparpotenzial gibt es in Berlin. In der Hauptstadt ist die Autoversicherung wegen der hohen Verkehrsdichte und Unfallgefahr sowie den vielen Diebstählen generell am teuersten. Die Unterschiede zwischen dem teuersten und billigsten Tarif betragen in Modellfällen rund 1700 Euro.

Elektroautos sind nicht nur in der Anschaffung, sondern auch in der Versicherung teurer als die Konkurrenz mit einem Verbrennungsmotor. Das liege einerseits an der teuren Technik und zum anderen an den fehlenden Vergleichsdaten, so dass die Versicherungen erstmal hohe Tarife zugrunde legen.
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