Studenten sollten Wohnung kaufen statt mieten

Von: Max Geißler
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Miete Köln
Für viele Studenten utopisch: Doch unter bestimmten Voraussetzungen kann der Kauf einer Wohnung günstiger sein als das Mieten. Foto: dpa

Aachen. Fast die Hälfte ihres Einkommens müssen Studenten für Miete aufwenden. Ein Kauf kann aus der Studentenbude eine Goldgrube machen. Wohnraum für Studenten ist knapp und das treibt die Mietpreise in die Höhe.

Über 18 Euro pro Quadratmeter müssen Studenten beispielsweise für eine Single-Wohnung in Stuttgart ausgeben, in Frankfurt am Main und München sind es über 17 Euro, so das Portal Immonet. Bei 40 Quadratmetern sind monatlich also rund 700 Euro fällig. Rund 40 Prozent des durchschnittlichen Einkommens von Studenten fließen inzwischen in die Miete.

Da stellt sich oftmals die Fragen: Besser kaufen statt mieten? Vorteil: Wohneigentum verhilft nicht nur dem Sprössling zu einer ordentlichen Bleibe, bei günstigen Finanzierungsbedingungen wirft es sogar eine attraktive Rendite ab.

Beispiel: Kosten 40-Quadratmeter Wohnraum 100.000 Euro, beträgt die monatliche Kreditbelastung bei einer 20-jährigen Baufinanzierung bei 3,3 Prozent Effektivzins und einer Anfangstilgung von einem Prozent 360 Euro pro Monat. Käufer würden also nur halb so viel an die Bank zahlen, wie sie in vielen Großstädten an Miete kassieren können. Bei vielen Kreditinstituten wie Comdirect, Santander oder 1822 direkt sind die Zinsen mit 3,01 bis 3,20 Prozent sogar noch niedriger.

Wichtige Grundregeln bei der Finanzierung

Die Lage ist das A und O, damit sich das Objekt hoher Nachfrage erfreut, weiß Jan Enno Einfeld, Immobilienexperte bei Comdirect. Dabei muss die Studentenbude nicht unbedingt im Zentrum liegen, auch Standorte in Uni-Nähe sind beliebt. Das Objekt sollte aber auch in einem guten Zustand sein und über eine ordentliche Ausstattung verfügen. Sinnvoll ist der Erwerb einer Studentenbude in beliebten traditionellen Uni-Standorten, etwa Heidelberg, Tübingen, Marburg oder Jena.

Eigentümer von Single-Wohnungen profitieren mehrfach

Eigentümer profitieren zum Einen von überdurchschnittlichen Quadratmeterpreisen: Da die Gesamtmiete niedrig ist, können Vermieter für kleine Wohnungen höhere Quadratmeterpreise verlangen als für große. Höhere Mieteinnahmen führen zu mehr Mietrendite.

Zum Anderen von den regelmäßigen Mietanpassungen: Studenten wechseln vergleichsweise oft die Wohnung, da sie nur wenige Jahre am Ort bleiben. Vermieter können den Mietzins dabei regelmäßig an die Preisentwicklung anpassen. Und zum Dritten: Für Eigentümer ist die Belastung überschaubar, denn eine Studentenbude kann man zum Teil schon für fünfstellige Beträge erwerben. Hinzu kommt: Die Kreditzinsen sind im Keller.

Tipp für Käufer: Vermieter können die Kreditzinsen, den anfallenden Erhaltungs- und Sanierungsaufwand sowie die Abschreibung des Objekts steuerlich absetzen. Wohnt das eigene Kind in der Wohnung, müssen Eltern nur 75 Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete erheben, um den vollen Steuerbonus zu genießen.

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