Studenten können Wohnungskosten steuerlich geltend machen

Von: dapd
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Hörsaal studenten
Studenten in einem deutschen Hörsaal. Foto: dapd

München. Fallen während des Studiums oder einer anderen Fortbildung Kosten für die Unterkunft am Studienort an, können diese jetzt in der Steuererklärung in voller Höhe angesetzt werden. Der Bundesfinanzhof (Aktenzeichen: VI R 78/10) entschied, dass die Unterkunftskosten abzugsfähig sind, wenn der Studienort nicht der Lebensmittelpunkt des Studenten ist. Darauf weist der Neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine hin.

Bisher erkannten die Finanzämter Übernachtungskosten nur an, wenn eine doppelte Haushaltsführung vorlag. Diese haben Studenten jedoch nicht, wenn sie noch bei den Eltern wohnen und keine eigene Wohnung haben. Nunmehr können auch sie die Kosten für eine vorübergehende Unterkunft am Studienort geltend machen: für eine Wohngemeinschaft, ein Zimmer zur Untermiete oder Ähnliches. Neben diesen Ausgaben und weiteren Studienkosten zählen auch Fahrtkosten als Werbungskosten.

Studenten, die während des Studiums keine weiteren Einnahmen haben, können für die Werbungskosten einen Antrag auf Verlustfeststellung einreichen. Diese Verluste können beispielsweise mit dem Beginn der Berufstätigkeit die Steuerlast mindern. Derzeit berücksichtigen die Finanzämter die Aufwendungen jedoch nur dann als Werbungskosten, wenn bereits eine erste Ausbildung abgeschlossen wurde.

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