Strompreis wird 2016 teurer

Von: Anja Lang
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Strom
Die Verbraucher müssen sich im Jahr 2016 auf höhere Strompreise einstellen. Foto: Jens Kalaene/dpa

Aachen. Im kommenden Jahr müssen Verbraucher mit höheren Stromkosten rechnen. Denn in vielen Regionen steigen die Netzentgelte und die EEG-Umlage liegt 2016 auf Rekordniveau. Dennoch können Haushalte sparen.

Der Preis an der Strombörse ist rückläufig, trotzdem müssen Sie als Verbraucher 2016 mit höheren Stromkosten rechnen. Klingt paradox, ist aber so.

Preistreiber 1: Ökostrom-Abgabe

Durch die staatliche Förderung von Ökostrom steigt das Angebot an der Strombörse. Da Angebot und Nachfrage bekanntlich das Angebot regeln, sinkt in der Folge der Strompreis. Davon haben Verbraucher allerdings nichts, denn sie müssen zum Ausgleich die sogenannte EEG-Umlage bezahlen - dabei steht EEG für erneuerbare Energien Gesetz. Diese Abgabe garantiert den Ökostromerzeugern feste Preise. Sinkt der Erzeugerpreis für Strom an der Börse, müssen Verbraucher das mit einer höheren EEG-Umlage wieder ausgleichen. So ist das auch 2016. Durch den Ausgleich der sinkenden Einkaufspreise durch das vermehrte Angebot von Strom, steigt die EEG-Umlage im nächsten Jahr auf das Rekordniveau von 6,354 Cent pro Kilowattstunde. Zum Vergleich: 2010 lag die EEG-Umlage noch bei 2,05 Cent pro Kilowattstunde.

Preistreiber 2: Netzentgelte steigen

22 der 29 größten Netzbetreiber werden 2016 die Netzentgelte erhöhen. Damit steigen in fast allen Regionen die Abgaben, die die regionalen Stromanbieter für den Bau, Betrieb und die Instandhaltung der Stromnetze erheben. Derzeit machen die Netzentgelte noch rund 23 Prozent des Strompreises aus. 2016 klettern die Netzentgelte aber teilweise nochmal kräftig nach oben. Besonders hart trifft es Stromkunden in Baden-Württemberg. Denn 2016 werden die Netzentgelte der BW GmbH (EnBW) um satte 14,68 Prozent teurer.

Für einen Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresstromverbrauch von 3000 Kilowattstunden bedeutet das rund 37 Euro mehr Kosten - allein für die höheren Netzentgelte. Deutliche teurer wird es auch für Stromkunden in weiten Teilen Hessens, Südniedersachsen, Teilen von Ostwestfalen, Westthüringen und Teilen des Landkreises Altenkirchen in Rheinland-Pfalz. Denn die Energienetz Mitte GmbH erhöht für ihre Stromkunden dort ebenfalls die Netzentgelte um 11,32 Prozent. Wenn Sie hier Kunde sind, müssen Sie bei einem Jahresstromverbrauch von 3000 Kilowattstunden nächstes Jahr 28,91 Euro mehr für Strom bezahlen.

Mehrere hundert Euro sparen

Was können Sie tun? Im Grunde bleibt nur dem zu teuren Stromanbieter die kalte Schulter zu zeigen und zu wechseln. Setzen Sie dazu auf Stromanbieter, die günstige Einkaufspreise weitergeben und günstigen Strom anbieten. Auch, wenn Ihr aktueller Stromanbieter nicht erhöht, lohnt es sich immer, nach Anbietern Ausschau zu halten, die aktuell noch billiger sind. Denn durch einen Wechsel des Stromanbieters können Sie mehrere hundert Euro pro Jahr sparen.

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