Stuttgart - „Streufeuer” bringt beim Bewerben wenig

„Streufeuer” bringt beim Bewerben wenig

Von: dpa
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Stuttgart. Auf der Suche nach einer Lehrstelle bringt es wenig, massenhaft Standardbewerbungen zu verschicken. Denn solches Streufeuer trifft selten ins Ziel.

„Viele sagen: Ich hab schon 100 Bewerbungen geschrieben und trotzdem keine Stelle”, sagte Professor Friedrich Esser vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH).

Oft sei dann das Problem, dass die Bewerbungen nicht maßgeschneidert genug waren. „Ich sage dann: Nein, Du hast nicht 100 Bewerbungen geschrieben. Du hast eine Bewerbung geschrieben und sie 100-mal ausgedruckt”, sagte der ZDH-Experte für Berufsbildung auf der Bildungsmesse Didacta (noch bis 26. Februar) in Stuttgart.

Wichtig sei es, beim Bewerben einen persönlichen Eindruck zu hinterlassen. Außerdem müssten Jugendliche zeigen, dass sie genau an dem Betrieb interessiert sind, bei dem sie sich vorstellen. Das gehe am besten im persönlichen Gespräch. „Man geht also am besten einmal in den Schulferien hin und stellt sich vor”, rät Esser.

Das massenhafte Versenden von Bewerbungen führe auch leicht dazu, dass Jugendliche in den Anschreiben Fehler machen, hat der Berufsberater Bernd Lorenzen von der Arbeitsagentur in Lübeck beobachtet. „Da passiert es dann schnell, dass der Ansprechpartner vertauscht wird. Das ist ein typischer Fehler, wenn die Zahl der Bewerbungen überhand nimmt”, sagte Lorenzen.

Schlimmstenfalls lande eine Bewerbung sogar im falschen Umschlag und dadurch beim einem ganz anderen Unternehmen als geplant.

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