Aachen - Steuertrick bei der Risikolebensversicherung

Steuertrick bei der Risikolebensversicherung

Von: Fritz Himmel
Letzte Aktualisierung:
Familie Strand Paare Kinder Symbol Symbolbild: dpa/Patrick Pleul
Damit beide Partner in einer Familie gut abgesichert sind und im Ernstfall keine Erbschaftsteuer zahlen müssen, sollten Paare sich über Kreuz versichern.

Aachen. Sichern Sie Ihre Familie für den Todesfall finanziell ab. Am günstigsten ist die Risikolebensversicherung. Eine Risikolebensversicherung ist der preiswerteste Schutz, um Hinterbliebene im Todesfall finanziell abzusichern.

Besonders für die neuen Formen des Zusammenlebens wie eheähnliche Gemeinschaften, Patchwork-Familien oder auch unverheiratete Paare ist dies oft der einzige mögliche und sinnvolle Weg.

So sparen Sie Steuern

Kommt eine Risikolebensversicherung zur Auszahlung, fallen Einkommens- und Erbschaftsteuer an. Die steuerlichen Freibeträge für Ehepartner (500.000 Euro) und Kinder (400.000 Euro) liegen hier zum Glück verhältnismäßig hoch. Unverheiratete Paare und andere Familienformen erhalten pro Partner jedoch lediglich einen steuerlichen Freibetrag von 20.000 Euro. Um hier im Auszahlungsfall weniger Geld an den Fiskus abzutreten, sollten „sich beide Elternteile beziehungsweise Partner gegenseitig absichern“, empfiehlt Bianca Boss vom Bund der Versicherten.

Oft versichert die Beitragszahlerin oder der Beitragszahler bei einer Risikolebensversicherung nämlich ihr bzw. sein eigenes Leben. Der Partner oder die Partnerin ist dann die bezugsberechtigte Person und damit im Auszahlungsfall steuerpflichtig.

So funktioniert der Steuertrick

Damit beide Partner in einer Familie gut abgesichert sind und im Ernstfall keine Erbschaftsteuer zahlen müssen, sollten Paare sich über Kreuz versichern. Das heißt, dass derjenige, der im Todesfall das Geld erhalten soll, die Versicherung auf den Partner abschließt. „In diesem Fall zahlt er für seine eigene Absicherung im Todesfall seines Partners und die Erbschaftsteuer entfällt“, sagt die Münchner Steuerberaterin Erika Wacher. Sie versichern folglich das Leben Ihres Partners.

Wenn Sie im Ernstfall die Versicherungsleistung für Ihre Risikolebensversicherung ausgezahlt bekommen, wurden die Prämien im Vorfeld von Ihnen selbst bezahlt. Dadurch handelt es sich aus Sicht des Fiskus hierbei nicht um ein Erbe, sondern um eine vertragliche Leistung. Auch bei der Auszahlung der Risikolebensversicherung gilt eine vertragliche Leistung als steuerfrei. „Diese Konstellation ist vor allem dann interessant, wenn größere Vermögen vorhanden sind oder die Freibeträge nicht ausreichen, um alle Vermögenswerte steuerfrei zu übertragen“, rät Steuerberaterin Wacher.

Tipp: Ein zusätzlicher Vorteil bei dieser Variante der Risikolebensversicherung ist, dass auch keine Pflichtteilsansprüche durch andere eingefordert werden können! Zählt die Auszahlung jedoch als Erbschaft, wäre dies durchaus möglich. Erfahren Sie außerdem mehr zum Thema Erbschaftssteuer.

 

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