Steuerbescheid: Einspruch lohnt sich meist

Von: dapd
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Stuttgart. Mehr als zwei Drittel der Einsprüche gegen Steuerbescheide sind erfolgreich.

Von den 5,3 Millionen Deutschen, die 2009 dem Finanzamt widersprachen, konnten 68 Prozent ihre Vorstellungen durchsetzen. In den übrigen Fällen erreichten sie häufig zumindest einen Teilerfolg.

Nur elf Prozent der Einsprüche werden komplett abgelehnt. Die Kanzlei Ebner Stolz Mönning Bachem aus Stuttgart empfiehlt deshalb, den Einkommensteuerbescheid für 2010 nicht ungeprüft zu den Akten zu legen.

Zahlendreher, selbst vergessene oder vom Finanzamt gestrichene Abzugsposten sowie vor allem unberücksichtigte Urteile und Erlasse sollten stets Anlass für ein Vorgehen gegen die Inhalte der Bescheide sein. Dabei muss stets die Monatsfrist für den Einspruch beachtet werden.

Um die Form eines Einspruchs brauchen sich Steuerzahler dagegen kaum Gedanken machen. Er muss lediglich schriftlich erfolgen, per Brief, Fax oder E-Mail. Dennoch sollte das Schreiben so korrekt und umfangreich wie möglich sein, um schneller recht zu bekommen und Rückfragen zu vermeiden.

Die Steuer muss allerdings trotz eines Einspruchs zunächst bezahlt werden. Mit einem Antrag auf Aussetzung der Vollziehung kann das für die strittigen Beträge aufgeschoben werden. Allerdings werden bei negativem Ausgang sechs Prozent Zinsen pro Jahr fällig.
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