Berlin - Steuer-Rat: Häusliches Arbeitszimmer wieder eintragen lassen

Steuer-Rat: Häusliches Arbeitszimmer wieder eintragen lassen

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Berlin. Für den Steuerabzug eines häuslichen Arbeitszimmers gewährt die Finanzverwaltung nun „einstweiligen Rechtsschutz”. Das bedeutet, dass Anträgen auf Freibeträge aufgrund der Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer von den Finanzämtern stattgegeben wird, erklärt der Bund der Steuerzahler in Berlin.

Seit dem 6. Oktober werden Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte wieder eingetragen. Hintergrund ist, dass die Frage nach der Absetzbarkeit derzeit beim Bundesverfassungsgericht anhängig ist.

In Betracht kommt der Steuerabzug für all jene, bei denen die berufliche Nutzung des Arbeitszimmers mehr als 50 Prozent der gesamten beruflichen Tätigkeit ausmacht. Auch wenn ihnen kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht, können Steuerzahler die Aufwendungen für das Arbeitszimmer geltend machen. Außerdem können sie auch die Erstattung von zu viel bezahlten Steuern aufgrund der Streichung der Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer für die Einkommensteuerbescheide 2007 und 2008 beantragen.

Voraussetzung ist für die zurückliegenden Jahre, dass der Steuerbescheid noch offen ist - durch Einspruch oder Vorläufigkeitsvermerk. Dazu muss ein Antrag auf Aussetzung der Vollziehung beim Finanzamt gestellt werden. Der Steuerzahlerbund weist darauf hin, dass diese Steuern allerdings samt Zinsen an das Finanzamt zurückgezahlt werden müssen, wenn das Verfassungsgericht zuungunsten der Steuerzahler urteilen sollte.
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