Steuer-Rat: Fahrtenbuch genau führen

Von: dpa
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Berlin. Im Fahrtenbuch des privat und beruflich genutzten Dienstwagens müssen die Angaben lückenlos sein. Datum und Kilometerstand zu Beginn und am Ende jeder einzelnen beruflich veranlassten Fahrt sind zu vermerken, ebenso das Reiseziel und der Reisezweck sowie die aufgesuchten Geschäftspartner.

Diese Punkte zählt der Bund der Steuerzahler in Berlin auf und verweist auf mehrere Urteile von Finanzgerichten (Bundesfinanzhof Az. VI R 86/04, Finanzgericht Hamburg Az. 1 K 15/06 und Finanzgericht Schleswig-Holstein Az. 1 K 170/05).

Darin seien die strengen Anforderungen der Finanzverwaltung an Fahrtenbücher bestätigt worden. „Auch Umwege müssen aufgezeichnet werden. Mehrere Teilabschnitte einer einheitlichen beruflichen Reise können aber miteinander zu einer zusammenfassenden Eintragung verbunden werden”, erläutert die Steuerreferentin Isabel Klocke.

Für private Fahrten sind dagegen nur die gefahrenen Kilometer zu vermerken. Für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte reicht ein kurzer Hinweis mit Kilometerstands-Angabe.

Aus dem Fahrtenbuch müssen sich laut Klocke alle erforderlichen Angaben entnehmen lassen. Ein Verweis auf weitere Unterlagen ist nur zulässig, wenn „der geschlossene Charakter der Fahrtenbuchaufzeichnungen” dadurch nicht beeinträchtigt wird.

Neben dem Fahrtenbuch können Steuerzahler für die Versteuerung des geldwerten Vorteils bei der Nutzung des Dienstwagens die 1-Prozent-Regelung wählen. Insbesondere, wenn es sich um ein sehr teures Fahrzeug handelt und der Wagen kaum privat genutzt wird, wirkt sich die Anwendung der pauschalen Besteuerung aber eher nachteilig aus, sagt Klocke. Der Steuerzahler müsse dann höhere Steuern entrichten.

Es lohne sich daher, die Mühe auf sich zu nehmen und das Fahrtenbuch ordnungsgemäß zu führen.

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