Staat bezuschusst neue Heizung

Von: Max Geißler
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Aachen. Eine neue Heizung kostet viel Geld, aber spart auch Energie. Der Staat beteiligt sich am Austausch. Welche Fördermittel es gibt. Rund 80 Prozent der benötigten Energie in Wohngebäuden entfällt auf Raumheizung und Warmwasser. Zahlte ein Privathaushalt 1991 für 100 Liter leichtes Heizöl noch rund 26 Euro, so waren es im Jahr 2012 fast 88 Euro, sagt Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien.

Und die Preisspirale dreht sich weiter: Allein im Januar verteuerten sich die Energiepreise laut Statistischem Bundesamt um 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Immer mehr Privathaushalte möchten deshalb ihre Energiekosten senken. Ein effizientes Mittel ist der Einsatz moderner Heiztechnik. Drei Wege zur Finanzierung bieten sich an:

Fördergelder vom Bund

Der Staat unterstützt den Umstieg auf erneuerbare Energien mit zahlreichen Fördermitteln. Gefördert werden unter anderem solarthermische Anlagen, Biomasseanlagen und Wärmepumpen. So bezuschusst beispielsweise das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) Solarheizungen auf Einfamilienhäusern mit bis zu 3.600 Euro. Für Holzpelletheizungen mit Pufferspeicher gibt es bis zu 2.900 Euro und für Wärmepumpen mit Pufferspeicher bis zu 12.300 Euro. Werden verschiedene Maßnahmen kombiniert, gibt es weitere Zuschüsse.

Fördergelder von der KFW

Auch die KFW Förderbank greift Modernisierern im Rahmen ihrer CO2-Gebäudesanierungsprogramme unter die Arme. Im Programm Nr. 430 erhalten Eigentümer Zuschüsse für Einzelmaßnahmen von bis zu zehn Prozent der Kosten. Für eine neue Heizung beträgt die Höchstförderung 5.000 Euro. Für Komplettsanierer, die ihr Haus auf ein sehr hohes Energiesparniveau bringen wollen, stehen bis zu 18.750 Euro an Fördergeld bereit. Außerdem gewährt die KfW Bank langfristige Kredite ab 1,0 Prozent Effektivzins. Das Programm 151 sieht dafür bis zu 75.000 Euro an Kreditvolumen pro Wohneinheit vor. Zusätzlich erhalten Investoren einen Tilgungszuschuss von maximal 17,5 Prozent der Kreditsumme, wenn nach der Sanierung ein bestimmtes Effizienzniveau erreicht wird. Positiv: Das Programm können sowohl Eigentümer als auch Mieter nutzen. Wichtig: Anträge auf Fördergeld können Bauherren nicht direkt bei der KFW Bank stellen, sondern über eine Geschäftsbank in Deutschland.

Günstige Bank-Kredite

Staatliches Fördergeld deckt in der Regel nur einen Teil der Investitionskosten ab. Für die Restfinanzierung eignen sich kleine Modernisierungsdarlehen wie sie die Volksbank Dortmund, die PSD Bank Rhein-Ruhr, die Dortmunder Sparkasse oder die Allianz Versicherung anbieten. Hier kommen Eigentümer bereits ab zwei Prozent Zinsen zum Zug. Allerdings sind die Mindestkreditsummen mit 25.000 bis 30.000 Euro für den reinen Heizungstausch zu hoch. Für kleinere Darlehensbeträge eignen sich preiswerte Ratenkredite. Die PSD Bank Westfalen-Lippe berechnet dafür zum Beispiel nur 4,44 Prozent Zinsen, die Oyak Anker Bank fordert für ihr Online-Darlehen lediglich 4,65 Prozent. Positiv: Ratenkredite erfordern keinen Grundbucheintrag.

Tipp:

Den Ratenkredit der PSD Bank Westfalen-Lippe kann man jederzeit durch Sondertilgung verringern.

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