So wird die Anschlussfinanzierung preiswert

Von: Max Geißler
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Genau wie beim Erstkredit, sichert eine schnelle Rückzahlung des Forwarddarlehens die Laufzeit und die Gesamtkosten. Foto: Marc Müller/dpa

Aachen. Ein Forwarddarlehen sichert aktuelle Minizinsen für die spätere Anschlussfinanzierung. Auf diese Punkte kommt es dabei an:

1. Marktzins:

Achten Sie vor Abschluss des Forwarddarlehens auf das Zinsniveau und den Zinstrend. Zeigt der Trend nach unten, kann eine abwartende Haltung zu besseren Zinsen beim Anschlussdarlehen führen. Bei steigendem Zinsniveau empfiehlt sich Entscheidungsfreude, um höhere Zinskosten zu vermeiden.

2. Zinssatz:

Der Zinssatz des Forwarddarlehens sollte deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt vergleichbarer Baufinanzierungen liegen -; nur so zahlen Sie mit einiger Sicherheit nicht drauf. Ist der Zinssatz höher als die Konditionen der bestehenden Baufinanzierung, lohnt das Forwarddarlehen nur dann, wenn Sie mit weiter steigenden Zinsen rechnen.

3. Aufschubzeit:

Forwarddarlehen erlauben meist Wartezeiten von bis zu 36 Monaten, bis die Anschlussfinanzierung startet. Es gibt aber immer wieder Angebote von bis zu 60 Monaten. Der Kreditabschluss weit im Voraus lohnt, wenn die aktuellen Zinsen viel tiefer liegen als beim Erstkredit und Sie unsicher sind, ob das Zinsniveau bis zum Auslaufen des Erstkredits nicht wieder steigt.

4. Zinsaufschlag:

Für die langfristige Sicherung günstiger Konditionen berechnen Banken einen Zinsaufschlag. Vermeiden Sie solche Zusatzkosten, in dem Sie nach Kreditinstituten suchen, die auf Forward-Zinsen verzichten.

5. Tilgung:

Wie beim Erstkredit gilt: Die schnelle Rückzahlung des Forwarddarlehens verringert die Laufzeit und die Gesamtkosten der Finanzierung - das empfiehlt sich, wenn Sie die Immobilie selbst nutzen. Allerdings sollten Sie sich eine hohe Tilgungsquote dauerhaft leisten können.

6. Laufzeit:

Sichern Sie sich Planungssicherheit, indem Sie die Zinsbindung des Forwarddarlehens möglichst bis zur völligen Entschuldung festschreiben.

7. Zinsgarantie:

Die Kreditzinsen sind während der Zinsbindung fest. Das sorgt für gleichbleibende Raten und kalkulierbare Kosten.

8. Sondertilgung:

Wählen Sie ein Forwarddarlehen, das Sondertilgungen erlaubt. So können Sie einmal im Jahr eine Extrazahlung leisten und das Darlehen schneller entschulden.

9. Kündigung:

Wenn die Kreditzinsen anstatt zu steigen, weiter sinken. Können Sie dann den Forwardkredit rückgängig machen? Auf diese Frage gibt es leider ein klares Nein! Obwohl Sie sich ärgern werden über Ihre Entscheidung -; ein Zurück ist nicht mehr möglich. Denn Forwarddarlehen sind rechtsverbindlich. Sie müssen den Kredit zu den vereinbarten Konditionen abnehmen, auch wenn es schmerzt. Die vorzeitige Vertragsauflösung ist nur zulässig, wenn Sie Ihre Immobilie verkaufen oder die bisherige Bank den Anschlusskredit verweigert und das Objekt von einer anderen Bank als Sicherheit benötigt wird.

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