Aachen - Sieben Tipps für eine günstige Anschlussfinanzierung

Sieben Tipps für eine günstige Anschlussfinanzierung

Von: Max Geißler
Letzte Aktualisierung:
Geld, Zinsen, Symbolbild
Selbst wenn die Zinsen niedrig sind, können einige Fehler bei der Abschlussfinanzierung passieren. Foto: Tobias Hase/dpa

Aachen. Auch bei extrem niedrigen Zinsen kann bei der anstehenden Anschlussfinanzierung der Immobilie einiges schief gehen. Hier sind sieben Tipps:

1. Zinsen vergleichen

Das Prolongationsangebot der Hausbank überzeugt? Es gibt immer Anbieter mit besseren Angeboten. Deshalb ist ein Vergleich Trumpf. Wichtig sind der Effektivzins sowie die Restschuld bei gleicher Kreditsumme und Monatsrate. Das Angebot mit der geringeren Restschuld ist preiswerter. Wer bei der Anschlussfinanzierung dennoch seiner Hausbank treu bleiben will, dem rät Franz Lücke, Experte für Immobilienfinanzierungen bei der ING-Diba: "Wechselscheue Bankkunden sollten einen Zinsnachlass fordern, schließlich beinhaltet die Anschlussfinanzierung ein geringeres Risiko als das Neugeschäft."

2. Die Bank wechseln

Den Bankwechsel sollte man nicht scheuen. Die Umschuldung kostet nur wenige hundert Euro, wenn die Grundschuld an die neue Bank abgetreten wird. Der Wechsel lohnt sich, wenn der Zinssatz des Alternativdarlehens mehr als 0,2 Prozent unter der angebotenen Prolongation liegt.

3. Bereitstellungszinsen vermeiden

Wer seine Anschlussfinanzierung frühzeitig unter Dach und Fach bringen möchte und das Folgedarlehen noch nicht sofort abnimmt, muss meist ab dem dritten Monat sogenannte Bereitstellungszinsen bezahlen. 0,25 Prozent pro Monat gehen schnell ins Geld. Ein Jahr lang Zinsfreiheit genießen Sie beispielsweise bei 1822 direkt, HUK Coburg und Santander Bank, neun Monate gewähren Allianz und Degussa.

4. Auch bei der Anschlussfinanzierung die Kreditrate beibehalten

Extreme Tiefzinsen sowie die gesunkene Darlehenssumme erlauben eine geringere Kreditrate bei der Anschlussfinanzierung. Doch das ist nicht ratsam, denn die Minizinsen verzögern den Schuldenabbau. "Wer den Kredit bislang problemlos bedienen konnte, der sollte die Höhe der Monatsrate beibehalten", empfiehlt Interhyp-Chef Michiel Goris. Steigt dadurch beispielsweise die Tilgungsquote von zwei auf vier Prozent, sinkt die Kreditlaufzeit bei einer Restschuld von 100.000 Euro um 15 Jahre, die Zinskosten halbieren sich.

5. Auf flexible Tilgungsmöglichkeiten achten

Viele Kreditinstitute ermöglichen Anschlussfinanzierungen mit veränderbarem Tilgungssatz während der Zinsbindung. Dies ist von Vorteil, wenn wider Erwarten die Einkünfte zurückgehen, etwa wegen langer Krankheit oder Arbeitslosigkeit. Ist die Einkommensschwäche beendet, erlaubt die flexible Tilgung das Heraufsetzen der Rückzahlungsquote. Kostenlose Tilgungssatzwechsel bieten zum Beispiel Santander Bank und ING-Diba.

6. Die Zinsbindung der Anschlussfinanzierung sollte bis zur Schuldenfreiheit gelten

Am Ende der Erstfinanzierung stehen häufig noch 70 oder 80 Prozent Restschuld zu Buche. Um den Restbetrag zügig abzubauen, benötigt man eine optimale Tilgung und eine passende Laufzeit. Schließlich soll die Immobilie bis zum Renteneintritt schuldenfrei sein, da das Einkommen dann sinkt und hohe Monatsraten nur schwer verkraftbar sind. Außerdem verweigern viele Banken Senioren aufgrund ihres Alters neue Immobilienkredite. Zur völligen Entschuldung führen sogenannte Volltilgerdarlehen. Hier werden Tilgung und Laufzeit so eingestellt, dass keine Restschuld übrig bleibt. Wegen des verringerten Kreditrisikos gewähren Banken meist ein oder zwei Zehntel Zinsrabatt.

7. Auf Sondertilgungen achten

Neben der monatlichen Tilgung helfen Sondertilgungen, die Darlehensschuld schneller abzubauen. Berechnet die Bank dafür einen Zinsaufschlag, sollte man sicher sein, dass man die Option auch wirklich nutzt -; andernfalls verteuert sich unnötig der Kredit. Besser sind Darlehen mit gebührenfreier Sondertilgungsoption wie sie Comdirect, Hypovereinsbank oder Debeka anbieten.

 

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