Shopping ohne Stress: Geschenke sicher im Web einkaufen

Von: Andreas Thieme, dpa
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Wer im Internet unterwegs ist, kauft dort meist auch Weihnachtsgeschenke, wie die Deutsche Bank mit einer am Montag in Frankfurt vorgestellten repräsentativen Umfrage ermittelte. Danach bestellen 80 Prozent der Internetnutzer Geschenke im Netz. Foto: dpa

Berlin/Köln. Wenn das Weihnachtsfest näher rückt, suchen viele noch nach dem passenden Geschenk. Oft finden sie es im Internet. Durch den Einkauf im Netz lässt sich nicht nur der große Andrang während der Adventszeit vermeiden. Es ist auch einfacher, Preise zu vergleichen.

Doch auch beim Einkauf von Weihnachtsgeschenken im World Wide Web sollten Verbraucher gewisse Vorsichtsmaßnahmen nicht außer Acht lassen.

Sie sollten besonders bei Schnäppchenangeboten oder bei vermeintlichen Restposten auf die Seriosität der Anbieter achten, empfiehlt Achim Himmelreich vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) in Düsseldorf. Vor dem Kauf gelte es zu prüfen, woher der Anbieter stammt und wie lange wie er schon am Markt sei. Ein klares Impressum mit vollständiger Firmenanschrift und ausgewiesenen Geschäftsbedingungen (AGBs) sei ein Indiz für Seriosität. Ein Zertifikat, das auf eine gewerbliche Überprüfung des Shops hinweist, sei ebenfalls ein gutes Zeichen.

„Zu größeren Anbietern finden sich in Internet-Foren oft auch zahlreiche Bewertungen”, sagt Himmelreich. Diese können weitere Informationen über bestimmte Händler liefern. Besondere Aufmerksamkeit sollte den Kritikpunkten der anderen Käufer gelten. Prof. August-Wilhelm Scheer, Präsident des Branchenverbandes BITKOM in Berlin empfiehlt zudem, vor allem auf Benutzerfreundlichkeit, Qualität und guten Händlerservice zu achten, nicht nur auf den Preis.

Besonders niedrige Preis seien ohnehin oft mit Zusatzkosten verbunden, warnt Himmelreich. Preiseangaben ohne Mehrwertsteuer oder überzogene Lieferkosten seien aber leicht erkennbar. Zu achten ist nicht zuletzt auf Zusatzleistungen, die im Bestellprozess automatisch eingefügt werden: „Oft versuchen Anbieter, weitere Leistungen wie Versicherungen oder Zubehör in den Warenkorb zu schmuggeln.” Verbraucher kontrollieren deshalb besser den Rechnungsbetrag vor dem endgültigen Absenden ihrer Bestellung. „Anbieter sind zu einer detaillierten Preisauskunft verpflichtet, in der auch alle Zusatzleistungen aufgelistet sind”, sagt Himmelreich.

Zugangsdaten zu Online-Shops sollten keinesfalls auf dem Rechner abgespeichert werden, rät Nora Basting vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn. Sinnvoll sei es, Bestellungen, Rechnungen und Bankvorgänge, die zur Weihnachtszeit im Internet getätigt wurden, auszudrucken und aufzubewahren. „So lassen sich die Abrechnungen leichter prüfen, und im Zweifelsfall hat man Nachweise zur Hand, wenn es zu Problemen kommen sollte.”

Es sei außerdem sinnvoll, während des gesamten Bestellvorgangs auf eine verschlüsselte Verbindung zur Webseite des Shops zu achten, empfiehlt Basting. Diese sei meist vom Typ SSL (Secure Socket Layer) und an der Zeichenfolge „https” sowie einem kleinen Schloss-Symbol im Browser zu erkennen. Damit sei gewährleistet, dass persönliche Kontakt- und Kontendaten ausschließlich an den Anbieter übermittelt werden. Dies gelte vor allem bei Zahlungen mit Kreditkarte oder speziellen Bezahldiensten wie „PayPal”.

Rund 14,3 Millionen Bundesbürger, bestellen ihre Geschenke dieses Jahr online, wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Branchenverbandes BITKOM ermittelte. Weitere 8,6 Millionen Verbraucher seien am Weihnachtsshopping im Web interessiert. „Für bis zu 23 Millionen Deutsche ist das Web die ideale Shoppingmeile im Weihnachtseinkauf”, sagt BITKOM-Präsident Scheer. Computerspiele, Handys, Flachbild-Fernseher und Digitalkameras seien dieses Jahr beliebte Geschenke.

Besonders junge Erwachsene nutzen das Internet in der Vorweihnachtszeit: In der Altersgruppe von 18 bis 44 Jahren ordert jeder Dritte seine Präsente online, wie aus der Umfrage hervorgeht. Mittlerweile kaufen nicht mehr nur Eltern für ihre Kinder im Internet ein, sondern vor allem Kinder für ihre Eltern, sagt Kai Hudetz, Leiter des E-Commerce Center Handel (ECC) in Köln. Zwar besitze der Einkauf zur Adventszeit immer noch „Kultcharakter”, da er oft auch mit dem Besuch des Weihnachtsmarktes in Städten verbunden sei. „Viele meiden aber den Stress und bestellen lieber online.”
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