Aachen - Schutz vor Bauträger-Pleite

Schutz vor Bauträger-Pleite

Von: Max Geißler
Letzte Aktualisierung:
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Angst vor Bauträger-Pleite? So schützen Sie sich richtig. Foto: dpa

Aachen. Ein Albtraum für jeden Häuslebauer: Der Bauträger muss Insolvenz anmelden. So können sich Bauherren schützen.

Hat sich der Bauträger verspekuliert und ist mitten im Hausbau pleite, haben Bauherren eine unfertige Immobilie und viel Ärger am Hals. Um den Schaden einzugrenzen, sollten angehende Häuslebauer frühzeitig vorbeugen. Drei Möglichkeiten gibt es:

Je größer die Vorauszahlung, desto größer das Risiko. Denn im Falle einer Pleite des Bauträgers ist das Geld meist verloren. Die schon bezahlten, aber noch nicht erbrachten Leistungen müssen von einer anderen Firma durchgeführt werden -; und auch dieses Unternehmen muss der Bauherr natürlich bezahlen. Stark verringern können Häuslebauer das Risiko, indem sie und der Bauträger sich an die Regeln der Makler- und Bauträgerverordnung halten. Diese sehen eine klare Zahlungsabfolge nach bestimmten Bauabschnitten vor. Erst wenn ein Abschnitt fertig ist, etwa der Rohbau, der Innenputz oder die Sanitärinstallation, muss der Bauherr die nächste, prozentual festgelegte Abschlagszahlung leisten. Skepsis ist angebracht, wenn der Bauträger von dieser Zahlungsweise abweichen und höhere Abschlagszahlungen kassieren möchte.

Noch mehr Sicherheit bietet eine Fertigstellungs- und Gewährleistungsbürgschaft, die sich der Häuslebauer von seinem Vertragspartner aushändigen lässt. So steht für das Ausfallrisiko eine Bank gerade. Im Falle einer Pleite muss die Bank für die Fertigstellung gemäß Bauvertrag sorgen. Der Bauherr kann sich auch an die Bank wenden, wenn die Pleite erst nach dem Einzug erfolgt und noch spätere Baumängel auftreten. Nachteil: Solche Bürgschaften gehen ins Geld. Banken verlangen oft drei Prozent der Darlehenssumme. Die Baufirmen verlangen deshalb häufig die Kostenübernahme durch die Bauherren. Tipp: Verhandeln Sie. Vielleicht lässt sich der Bauträger darauf ein, die Kosten zu teilen.

Eine Baugarantieversicherung bietet ähnlichen Schutz wie eine Bankbürgschaft. Das Bauunternehmen schließt sie ab. Die Police gewährleistet, dass das Haus bei einer Pleite auf jeden Fall zum vereinbarten Preis fertiggestellt wird. In Frankreich und den Niederlanden ist die Police weit verbreitet, in Deutschland fristet sie ein Nischendasein. Dabei kostet sie nur circa 1,5 Prozent der Bausumme. Anbieter sind beispielsweise die Basler Versicherung, Zürich und die VHV. Achtung: Lehnen Bauträger oder Versicherung den Abschluss der Police ab, kann dies auf eine finanzielle Schieflage des Unternehmens hindeuten.

 

 

 

 

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