Schnüffeln in E-Mails vom Chef kann Job kosten

Letzte Aktualisierung:

München/Berlin. Arbeitnehmer kann es den Job kosten, wenn sie in E-Mails von Vorgesetzten herumschnüffeln.

Das ergibt sich aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichts München (Az.: 11 Sa 54/09), auf das der Deutsche Industrie- und Handelskammertag in Berlin hinweist. Demnach rechtfertigt es eine fristlose Entlassung, wenn Mitarbeiter sich unerlaubterweise Zugriff auf die elektronische Korrespondenz einer Führungskraft verschaffen.

In dem Fall hatte ein EDV-Administrator seine Zugriffsrechte missbraucht und vertrauliche E-Mails eines Geschäftsführers ausgedruckt. Der Mitarbeiter war bereits mehrfach wegen ähnlicher Vergehen abgemahnt worden. Daraufhin entließ die Firma den Mann fristlos.

Zu Recht, wie die Richter entschieden. Ein solcher Missbrauch von Zugriffsrechten stelle einen schwerwiegenden Verstoß gegen die arbeitsvertraglichen Pflichten dar.
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