Düsseldorf - Schnee und Sonne garantiert: Manche Veranstalter versprechen Ersatz

Schnee und Sonne garantiert: Manche Veranstalter versprechen Ersatz

Von: Elke S. Gersmann, ddp
Letzte Aktualisierung:
Südtirol Familie Skiurlaub
In Südtirol können Familien wunderbar Urlaub machen. Foto: ddp

Düsseldorf. Grüne Wiesen statt weißer Berghänge, Dauerregen statt Sonnenschein oder Mitreisende, die deutlich weniger bezahlt haben, können auf die Urlaubslaune drücken. Oder, wie zum Beispiel nach einem fast schneelosen Winter, zu einer gewissen Buchungszurückhaltung führen.

Den Befürchtungen ihrer Kunden begegnen Reiseveranstalter immer öfter mit bestimmten Versprechen, geben eine Sonnen-, Schnee-, oder Preisgarantie.

Diese unterscheiden sich von Veranstalter zu Veranstalter in der Regel jedoch erheblich, so dass ein Vergleich der einzelnen Angebote nahezu unmöglich ist. Als Kriterium für die Reiseentscheidung taugen sie daher nur bedingt. Je nach Ausgestaltung der Garantie gibt es beispielsweise Geld zurück, Hotelübernachtungen oder kostenlose Umbuchungen. „Man sollte sich vor der Reise die Garantiebedingungen genau anzuschauen und sie sich bei Bedarf im Reisebüro oder vom Veranstalter erklären lassen”, rät deshalb Beate Wagner, Juristin bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Das helfe bei einer späteren Reklamation. Denn das gegebene Versprechen, etwa eine Schneegarantie, wird Teil des Reisevertrages. Die fehlende weiße Pracht stellt dann einen Reisemangel dar und kann innerhalb von vier Wochen nach Reiseende beim Veranstalter geltend gemacht werden. Dazu ist es aber wichtig zu wissen, unter welchen Bedingungen die Garantie eintritt und welche Nachweise man als Kunde erbringen muss. Eine Schneegarantie muss zum Beispiel nicht zwingend nur für die örtliche Skipiste gelten, sondern kann auch umliegende Skigebiete mit einbeziehen.

„Um sicherzugehen, sollte die erste Anlaufstelle wie in anderen Fällen auch der zuständige Reiseleiter sein”, empfiehlt die Rechtsexpertin. Bei diesem sollte man den jeweiligen Mangel anzeigen und das weitere Vorgehen besprechen. Denn ein Nachweis ist nicht immer einfach zu erbringen. Wie zum Beispiel bei einer Sonnengarantie, die nach einer bestimmten Anzahl von Regentagen greift. In solchen Fällen sollte man sich Mitreisende als Zeugen suchen und den Dauerregen im Foto festhalten.

Von solchen Mitreisenden hat auch schon so mancher erfahren, dass seine Urlaubsreise woanders billiger zu haben war. Für diese Fälle geben manche Reiseveranstalter eine Preisgarantie: Wer vor Urlaubsbeginn oder vor Ort ein günstigeres Angebot entdeckt, bekommt dann in der Regel die Differenz zurückerstattet. Der Preisunterschied muss vom Kunden nachgewiesen werden.

Hilfreich ist dabei eine schriftliche Bestätigung des jeweiligen Mitreisenden oder eine Kopie von dessen Reisebestätigung, sofern er sie dabei hat. „Zusätzlich kann man sich nach dem Urlaub den günstigeren Reisepreis auch vom jeweiligen Reiseveranstalter bestätigen lassen”, so Wagner. Allerdings sollte man es nicht übertreiben: Wer einen Großteil seines Urlaubs damit verbringt, bei anderen Mitreisenden nach einem günstigeren Reisepreis zu suchen, kann sich selbst um ein gutes Stück Erholung bringen.
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