Rödermark - Schlechtes Arbeitszeugnis beim Arbeitgeber reklamieren

Schlechtes Arbeitszeugnis beim Arbeitgeber reklamieren

Von: ddp
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Rödermark. Ein schlechtes Arbeitszeugnis kann eine Karriere ordentlich ausbremsen. Es lohnt sich daher, ungünstige Formulierungen beim Vorgesetzten zu reklamieren.

„Ist man mit der Einschätzung in seinem Arbeitszeugnis nicht zufrieden, lässt sich das im Gespräch mit dem Arbeitgeber oft schnell klären”, sagt Karriereberaterin Doris Brenner aus dem hessischen Rödermark.

Sie empfiehlt daher, zuerst einmal den Kontakt zum früheren Unternehmen zu suchen. „So eine Anfrage kann man beispielsweise daran aufhängen, dass man um die Korrektur formaler Tippfehler bittet - und das andere Anliegen dann einfach noch hinterherschiebt.”

Gut sei es, wenn man selbst Belege dafür vorbringen könne, weshalb man bestimmte Einschätzungen für falsch halte. Gemeinsam könne man dann nach Formulierungen suchen, die beide Seiten zufriedenstellen.

„Es kommt vor, dass Arbeitgeber unabsichtlich schlechte Zeugnisse ausstellen”, sagt Brenner. Beherrsche der Arbeitgeber die Zeugnissprache nicht, verwende er möglicherweise negative Formulierungen, ohne es zu wissen: „In solchen Fällen sind die Vorgesetzten meistens gerne bereit, die entsprechenden Passagen noch einmal zu überarbeiten.”

Komme der Arbeitgeber den Änderungswünschen nach Ablauf einer gesetzten Frist nicht nach, könnten sich Angestellte an das Arbeitsgericht wenden, um ihre Forderungen durchzusetzen. „Nach dem Gesetz muss ein Zeugnis wohlwollend formuliert werden. Es muss aber auch der Wahrheit entsprechen”, erklärt Brenner.

Denn vertraue ein späterer Arbeitgeber auf eine falsche Aussage im Zeugnis und habe dadurch Nachteile, könne er den Zeugnisaussteller unter Umständen auch dafür haftbar machen.
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