Schwerin - Schlechte Gewohnheiten abgewöhnen: Urlaubszeiten eignen sich gut

Schlechte Gewohnheiten abgewöhnen: Urlaubszeiten eignen sich gut

Von: dapd
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Schwerin. Manches Laster wird schnell zur Gewohnheit: Die Zigarette in der Mittagspause, der Griff zur Fernbedienung nach Feierabend - ohne nachzudenken folgt man immer wieder demselben Muster.

„Um schlechte Gewohnheiten loszuwerden, sollte man erst einmal beobachten, in welchen Situationen man dieses Verhalten zeigt”, sagt Heinz Schulz-Wimmer, Autor des Ratgebers „Reite das Gewohnheitstier”. Für jede Gewohnheit gebe es einen typischen Auslöser - beispielsweise Stress oder Müdigkeit.

Nun gelte es, den Automatismus aktiv zu unterbrechen. „Das gelingt beispielsweise, indem man im kritischen Moment kurz innehält und ein paar Mal tief ein- und ausatmet”, sagt Schulz-Wimmer. Nach dieser bewussten Pause sollte man dann etwas tun, was überhaupt nicht mit der eigentlichen Gewohnheit vereinbar ist.

„Wer sich eigentlich vor den Fernseher setzen würde, sollte spazieren gehen. Und anstatt Schokolade zu essen, sollte man zum Apfel greifen”, sagt der Trainer für Selbstmanagement aus Schwerin. Nach und nach erlange man so die Kontrolle über sein Handeln zurück und habe irgendwann die Freiheit, zwischen der schlechten Angewohnheit und dem neuen Ritual zu wählen.

Wichtig sei, dass man solche Änderungen in einer Zeit angehe, in der man entspannt ist. „Wenn man gerade extrem unter Druck steht, ist es besonders schwer, schlechte Gewohnheiten abzulegen”, sagt der Experte. Urlaubszeiten eigneten sich eher für solche Vorhaben. „In diesen Tagen kann man den Automatismus schon ein bisschen schwächen, und zurück im Alltag baut man diese Erfahrung dann aus.”

Allerdings müsse man geduldig sein. „Es dauert, bis man eine schlechte Gewohnheit abgelegt hat”, sagt der Autor. Wichtig sei, dass man sich nicht zu viel auf einmal vornehme und sich bei kleinen Rückfällen keine Vorwürfe mache. „Seien Sie nett zu sich”, betont Schulz-Wimmer.
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