Berlin - Schäden durch extremes Wetter: Deutsche sind zu wenig geschützt

Schäden durch extremes Wetter: Deutsche sind zu wenig geschützt

Von: vo
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Foto: CC0, pixabay.com

Berlin. In den vergangenen Wochen waren Unwettermeldungen wie diese keine Seltenheit: Orkanböen mit über 100 Stundenkilometern reißen Bäume um. 30 Liter Regen pro Quadratmeter und Stunde lassen Flüsse über die Ufer treten.

Meist verursachen diese Naturgewalten schwere Schäden an Häusern und Pkw. Zurück bleiben Betroffene, die die Kosten für das kaputte Dach oder das zerstörte Auto selbst tragen müssen. Dabei können Versicherungsnehmer sich vor derartigen Gefahren schützen.

Versicherungsgesellschaften bieten finanziellen Schutz gegen die unberechenbare Natur. Das Problem: Vielen Menschen sind die Gefahren, die von Hochwasser, Regen und Sturm ausgehen, gar nicht bewusst. Oder sie vertrauen darauf, dass sie nicht davon betroffen sein werden.

Swiss Life Select-Umfrage zeigt mangelnde Vorsorge

Das zeigt eine aktuelle Umfrage der YouGov-Deutschland GmbH im Auftrag des Finanzdienstleisters Swiss Life Select. Über die Hälfte der insgesamt 2.062 befragten Personen hält es für überhaupt nicht oder eher nicht wahrscheinlich, dass Starkregen ihrem Wohngebäude oder dem Hausrat etwas anhaben kann.

Noch sicherer fühlen sie sich bei Hochwasser: 76 Prozent der Umfrageteilnehmer halten Hochwasserschäden für überhaupt nicht oder eher nicht wahrscheinlich. Zwei Drittel (67 Prozent) der Befragten fürchten keine Rückstauschäden, also Schäden, die durch eine überlastete Kanalisation entstehen.

Carsten Alisch, Produktmanager für Sachversicherungen bei Swiss Life Select hält diese Einschätzungen für höchst riskant: "Denn treten doch Hochwasser- und Starkregenschäden auf, werden sie von einer Gebäude- oder Hausratversicherung nur dann übernommen, wenn ein Zusatzbaustein Elementarschadenversicherung abgeschlossen wurde."

Schutz vor Elementarschäden nur bei wenigen Versicherten

Die Umfrage zeigt jedoch: Lediglich 22 Prozent der Teilnehmer haben eine Gebäudeversicherung mit dem Zusatzbaustein Elementarschadenversicherung abgeschlossen. Und nur 29 Prozent der Befragten haben bei der Hausratversicherung zusätzlich Elementarschäden versichert.

So eine Vorsorge zahlt sich aus. Die Sanierung eines gefluteten 80-Quadratmeter-Kellers kostet circa 7.000 Euro. Dachdecker- und Aufräumarbeiten an einem Einfamilienhaus nach einem Sturm schlagen nicht selten mit 10.000 Euro zu Buche. Wenn das komplette Wohngebäude nach Extremwetter unbewohnbar ist, muss eine vierköpfige Familie mit 11.000 Euro Hotelkosten für drei Monate rechnen.

Schon mit 15 Euro monatlich für den Zusatzbaustein Elementarschäden können Versicherungsnehmer sich gegen solche finanziellen Wolkenbrüche absichern. Besonders in Gebieten, in denen natürliche Gefahren wie Hochwasser statistisch gesehen nur sehr selten auftreten, profitieren Familien von einer Absicherung. Denn laut Alisch treten "rund 94,7 Prozent der Elementarschäden gerade in den nicht gefährdeten Regionen auf."

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