Risikolebensversicherungen: Genau hinsehen lohnt sich

Von: Fritz Himmel
Letzte Aktualisierung:
Lebensversicherung
Eine Risikolebensversicherung ist sinnvoll um Angehörige im Todesfall finanziell abzusichern oder einem Geldinstitut eine Sicherheit beim Immobilienerwerb zugeben. Foto: Jens Büttner/dpa

Aachen. Risikolebensversicherungen sind günstig zu haben. Doch Geiz ist nicht immer geil. Deshalb sollte man beim Preis genau hinsehen, um späteren Erhöhungen aus dem Weg zu gehen.

Eine Risikolebensversicherung ist sinnvoll um Angehörige im Todesfall finanziell abzusichern oder einem Geldinstitut eine Sicherheit beim Immobilienerwerb zugeben. Während sich die Leistungen der Versicherer nur geringfügig unterscheiden, gibt es bei den Beiträgen jedoch deutliche Differenzen, zum Teil über 400 Prozent.

Vor einem Vertragsabschluss sollten Verbraucher daher dringend die Angebote vergleichen. Dabei ist folgendes zu beachten: Die Kosten für eine Risikolebensversicherung werden meist mit einem Zahl- und einem Bruttobeitrag angegeben. Der Bruttobeitrag ist die vertraglich festgelegte Prämie, die für den jeweiligen Versicherungsschutz kalkuliert wurde. Tatsächlich ist aber der günstigere Zahl- oder Nettobetrag fällig. Dieser errechnet sich, nachdem vom Bruttobeitrag die vom Versicherer erwirtschafteten Überschüsse abgezogen worden sind. Für diese Überschüsse gibt es aber keine Garantie. "Die Überschüsse gelten immer nur für das folgende Versicherungsjahr. Der Nettobeitrag kann folglich, je nach Entwicklung der Überschüsse, schwanken", sagt der unabhängige Versicherungsberater Thorsten Rudnik aus Henstedt-Ulzburg. Wirtschaftet der Versicherer schlechter als erwartetet, so fallen die Überschüsse geringer aus und der Zahlbeitrag kann während des laufenden Vertrags in Richtung Bruttobeitrag steigen.

Daher ist es wichtig für Sie, vor Vertragsabschluss einer Risikolebensversicherung beide Beitragshöhen im Blick zu haben. Hier ein Rechenbeispiel: Ein 30-jährige Nichtraucherauerin schließt einen Vertrag über eine garantierte Versicherungssumme (Todesfallleistung) von 200.000 Euro mit einer Vertragslaufzeit von 30 Jahren ab. Sie zahlt dafür bei der Hannoverschen, Community Life und der Europa zwischen 12 und 14 Euro im Monat. Bei der Europa beträgt jedoch der Bruttobeitrag 33,90 Euro und die Prämie könnte für die Versicherungsnehmerin -; wenn es mal schlechter läuft -; um fast das Dreifache steigen. Bei der Community Life dagegen sind der Zahl- und der Bruttobeitrag identisch, das Risiko einer Erhöhung der Risikolebensversicherung während der langen Vertragslaufzeit entfällt somit gänzlich.

Als Faustregel für die Höhe der Versicherungssumme bei einer Risikolebensversicherung gilt: Als Familie mit kleinen Kinder, sollten das Fünffache des Brutto-Jahreseinkommens als Versicherungssumme einkalkuliert werden; soll lediglich für den Partner vorgesorgt werden, das Dreifache. "Vorhandene Verbindlichkeiten sollten jedoch mindestens abgedeckt werden", empfiehlt Bianca Boss vom Bund der Versicherten.

 

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