Risikolebensversicherung: Vertrag auf bestimmte Details prüfen

Von: Fritz Himmel
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Aachen. Der Basisschutz einer Risikolebensversicherung ist günstig zu haben. Doch für Verbraucher lohnt es sich, den Schutz zu erweitern.

Eine Risikolebensversicherung dient als Vorsorge, um im Todesfall die Angehörigen finanziell abzusichern. „Wenn der Versicherte stirbt, erhalten die Hinterbliebenen einen festgelegten Geldbetrag, die Todesfallsumme“, sagt Mathias Zunk vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft.

Auf die richtigen Leistungsbausteine kommt es an

Vor dem Abschluss einer Police lohnt es sich, den Vertrag auf bestimmte Details zu prüfen. Denn auf dem Markt befinden sich auch Angebote mit erweiterten Leistungsspektren. Hier können Verbraucher genau die Leistungsbausteine wählen, die zu ihrer jeweiligen Lebenssituation passen.

Vorgezogene Todesfallleistung

Einige Anbieter, wie etwa die Hannoversche (Tarif Plus) oder CosmosDirekt (Tarif Comfort), bieten diese Sonderleistung mit einem geringen Aufpreis an. Mit diesem Leistungsbaustein wird Versicherten die Möglichkeit gegeben, bei einer schweren Krankheit die Versicherungssumme noch zu Lebzeiten zu erhalten, wenn ein baldiges Ableben binnen zwölf Monaten als wahrscheinlich gilt. So können sich Schwerkranke den letzten Lebensabschnitt nach eigenen Wünschen gestalten.

Leistung bei schwerer Krankheit

Einen weiteren neuen Baustein bei der Risikolebensversicherung hat seit diesem Jahr die Hannoversche im Angebot (Tarif Exklusiv). Für den Fall einer besonders schweren Erkrankung (Dread Disease) wie beispielsweise Krebs, Schlaganfall oder Herzinfarkt, erhalten Verbraucher als zusätzliche Leistung zehn Prozent der Versicherungssumme. Dieses Geld können sie nutzen, um etwaige Verdienstausfälle abzumildern oder beispielsweise für alternative Behandlungsmethoden und Umbauten verwenden.

Nachversicherungsgarantien

Diese Klausel ermöglicht, die Versicherungssumme der Risikolebensversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung später aufzustocken. Das kann bei der Geburt eines Kindes oder eines späteren Immobilienerwerbs nötig sein, wenn ein höherer Schutz angebracht ist. Das ist zum Beispiel bei der Community Life (Tarif Protect) bereits im Basisschutz enthalten.

Verlängerungsoption

Diese Option erlaubt Versicherten, den Vertrag bis zu einer gewissen Zeit vor Ablauf ohne Gesundheitsprüfungen zu verlängern. Die Klausel ist wichtig bei Unklarheiten, ob die vereinbarte Laufzeit ausreicht.

Die richtige Versicherungssumme

Wer grundsätzlich seine Familie mit einer Risikolebensversicherung absichern möchte und noch kleine Kinder hat, benötigt eine gleichbleibende Versicherungssumme. Als Faustregel gilt: das Fünffache Ihres Brutto-Jahreseinkommens -; um den Partner abzusichern sogar das Dreifache.

Für Versicherte, die vorrangig mit der Risikolebensversicherung einen Kredit absichern möchten, kommt auch eine sogenannte fallende Versicherungssumme in Frage. Bei diesem Absicherungsmodell wird die Versicherungssumme jeweils an die Höhe der Darlehensrestschuld angepasst. Diese Variante ist optimal beim Immobilienerwerbskredit, denn sie ist preiswerter als eine Risikolebensversicherung mit konstant fester Versicherungssumme.

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