Berlin - Risiko der Berufsunfähigkeit wird häufig unterschätzt

Risiko der Berufsunfähigkeit wird häufig unterschätzt

Von: Oliver Mest, dapd
Letzte Aktualisierung:
Berufsunfähigkeit
Fast 200.000 Menschen werden in Deutschland Jahr für Jahr berufsunfähig. Foto: dpa

Berlin. „Ich sehe bei mir keine Gründe für eine Berufsunfähigkeit!” Diesen Satz hört man oft, vor dem Hintergrund der Statistik aber ist er eine Fehleinschätzung: Fast 200.000 Menschen werden in Deutschland Jahr für Jahr berufsunfähig.

Und dabei sind die Gründe, Ursachen und Krankheiten, die zur Berufsunfähigkeit führen, so vielfältig, dass niemand ernsthaft ausschließen kann, dass es ihn nicht auch treffen könnte und die Berufsunfähigkeit die Lebenspläne zerstört.

Viele halten Unfälle für die Hauptursache von Berufsunfähigkeit und versichern sich auch deshalb nicht dagegen, weil das Risiko, Opfer eines Unfalls zu werden, unterschätzt und verdrängt wird. Unfälle sind in deutlich weniger als 10 Prozent der Fälle die Ursache für Berufsunfähigkeit. In der Realität sind psychische Erkrankungen die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit. Bei Männern ist jede vierte Berufsunfähigkeit psychisch bedingt, bei Frauen sogar jede dritte.

Ebenfalls knapp 30 Prozent der Invaliditätsfälle haben ihre Ursache in Erkrankungen von Skelett, Muskeln und Bindegewebe, in 10 Prozent der Fälle liegen die Gründe für eine Berufsunfähigkeit in Krebserkrankungen. Herz- und Kreislauferkrankungen setzen in der Statistik eher Männern zu als Frauen: Bei 18 Prozent der Männer sind diese Erkrankungen die Ursache der Berufsunfähigkeit, bei den Frauen sind es etwa 7 Prozent. In rund 10 Prozent der Fälle sind Nervenerkrankungen die Ursache für eine Berufsunfähigkeit.

Die Statistik zeigt, wie wichtig es ist, sich frühzeitig gegen Berufsunfähigkeit abzusichern. Ist erst einmal eine schwerere Krankheit diagnostiziert, wird es schwer, Schutz zu bekommen. Denn die Gesundheitsprüfung der Berufsunfähigkeitsversicherung muss jeder durchlaufen. Und mit Vorerkrankungen wird Schutz im besten Fall nur noch mit Aufschlägen oder Leistungsausschlüssen gewährt - in vielen Fällen werden die Anträge sogar rundweg abgelehnt.

So schließen bestehende Krebserkrankungen die Möglichkeit aus, eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu bekommen. Das gilt auch für bestehende Suchterkrankungen und Aids. Auch nach einem Herzinfakt, einem Schlaganfall oder einer Bypass-Operation ist es so gut wie ausgeschlossen, einen Schutz gegen Berufsunfähigkeit zu bekommen.

Wer sich jetzt auf die Suche nach einer Berufsunfähigkeitsversicherung macht, sollte am besten einen Versicherungsberater einschalten. Der berät unabhängig gegen Honorar und ohne Provisionsinteressen und kann dabei helfen, den passenden und möglichst günstigen Berufsunfähigkeitsschutz zu bekommen. Das gilt auch für diejenigen, die heute bereits mit Vorerkrankungen kämpfen und trotzdem nicht auf den Schutz der Berufsunfähigkeitsversicherung verzichten möchten. Einen Berater in der Nähe finden Verbrauchern unter http://www.bvvb.de im Internet.
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