Riester-Rente und Schutz vor Berufsunfähigkeit besser trennen

Von: Oliver Mest, dapd
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Berlin. Die Riester-Rente ist ein Erfolgsmodell: 15 Millionen Verträge wurden bisher abgeschlossen. Als Pluspunkt wird dabei immer wieder genannt, dass die Riester-Rente auch einen Invaliditätsschutz ermöglicht, der zudem staatlich gefördert wird.

Tatsächlich haben einige Riester-Anbieter eine Berufsunfähigkeitsversicherung als Zusatzversicherung im Programm - deren Leistungsumfang ist allerdings schlicht gestrickt.

Weil nur 15 Prozent des Riester-Beitrags in die Zusatzabsicherung für Berufsunfähigkeit fließen dürfen, ist die Höhe der möglichen Rente entsprechend begrenzt. Für eine wirklich umfassende Absicherung der Arbeitskraft reichen die möglichen Rentenhöhen von maximal einigen Hundert Euro jährlich nicht.

Einige Anbieter haben daher ein besonderes Modell der Berufsunfähigkeitsvorsorge im Rahmen des Riester-Vertrags entworfen: Die bei Berufsunfähigkeit fällige Rente wird nicht zur freien Verwendung ausgezahlt, sondern dazu verwendet, die Beiträge für den Riester-Vertrag zu leisten. Der Berufsunfähigkeitsschutz sichert also die Altersvorsorge.

Die Idee erscheint bestechend. Kann der Versicherte aber nicht mehr arbeiten und wird komplett erwerbsunfähig, bekommt er in der Regel auch keine Förderung für den Riester-Vertrag mehr. Dieser wird damit also ohne Zulagen und meist auch ohne Steuervorteile weiter bespart - dabei macht gerade die Förderung den Reiz des Riester-Modells aus.

Kann sich der Sparer die Riester-Rente einmal nicht mehr leisten, muss er den Vertrag auflösen oder beitragsfrei stellen. Bei einem Koppelvertrag verliert er damit aber nicht nur seine private Riester-Vorsorge, sondern auch gleich den Berufsunfähigkeitsschutz. Auch aus diesem Grund empfiehlt es sich, das Risiko einer Invalidität immer separat abzusichern.

Besser als ein Koppelvertrag ist deshalb eine Absicherung, die als eigenständiger Vertrag geführt wird. Zwar fallen dann die Förderung durch die anteiligen Riester-Zulagen und Steuervorteile weg, diese kleinen Anreize sollten aber ohnehin bei der Wahl des Invaliditätsschutzes nicht im Vordergrund stehen.

Viel wichtiger ist es, eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu günstigen Bedingungen bei einem starken Anbieter zu bekommen. Hilfreich bei der Auswahl ist dabei das Rating der Agentur Morgen und Morgen, das einen Überblick über die besten Versicherungen bietet. Das Rating findet sich im Internet unter http://url.dapd.de/Pp8dsX zum Download.
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