Riester-Rente bei Ehepaaren

Von: Max Geißler
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Ist der Riester-Vertrag vom Ehepartner abhängig, ist Vorsicht geboten, wenn dieser in den Ruhestand geht. Was Sie beachten müssen.

Die Riester-Rente ist für gesetzlich pflichtversicherte Arbeitnehmer konzipiert. Deshalb erhalten Hausfrauen und Freiberufler nur im Ausnahmefall Riester-Förderung. Für Selbstständige existiert jedoch eine Alternative, nämlich die Rürup-Rente. Hier gibt es zwar keine staatlichen Zulagen, aber dafür hohe Steuervorteile.

Riester-Rente über den Ehepartnern

Doch auch für nicht berufstätige Verheiratete hat der Staat ein Schlupfloch gelassen: Die mittelbare Riester-Förderung. Grundbedingung ist, dass der Riester berechtigte Ehepartner einen eigenen Riester-Vertrag besitzt und die dafür notwendigen Mindestbeiträge einzahlt. Der nicht berufstätige Ehepartner darf in diesem Fall eigens einen Riester-Vertrag eröffnen und ebenso Fördermittel beantragen. Werden mindestens 60 Euro im Jahr in den Vertrag eingezahlt, fließen die Zulagen von 154 Euro pro Jahr an den Versicherten. Seit 2012 sind Zulagenverträge ohne Eigenbetrag nicht mehr erlaubt.

Mit Renteneintritt endet die Riester-Förderung

Die Riester-Rente ist an ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis gekoppelt, hieraus ergibt sich nun die Frage: Was geschieht, wenn der unmittelbar förderberechtigte Ehepartner in den Ruhestand geht? Bekommt der mittelbar förderberechtigte Partner dann weiter Riester-Förderung? Die Antwort lautet: nein, denn mit dem Renteneintritt endet für beide Ehepartner der Anspruch sowohl auf Riester-Zulagen als auch auf Steuervorteile.

Riester-Rente nicht vorschnell kündigen

Für den erwerbslosen Ehegatten bzw. -gattin dürften somit weitere Einzahlungen in die Riester-Rente an Attraktivität verlieren. Trotzdem sollte man sich eine übereilte Kündigung gut überlegen. Ein Beispiel: Wer nur noch wenige Jahre bis zum Renteneintritt hat, kann die 60 Euro Jahresbeitrag auch ohne Förderung weiter einzahlen. Zumindest läuft der Riester-Vertrag bis zum Ende weiter, was bei Banksparplänen und Riester-Rentenversicherungen oftmals sinnvoll ist. Immerhin locken in beiden Fällen Schlussboni von mehreren Tausend Euro, die sonst verloren gehen würden.

Tipp:

Die Möglichkeit, den Riester-Vertrag vorzeitig aufzulösen, besteht nur dann, wenn der Vertrag flexibel ist und Sie Ihren Rentenbeginn vorziehen können. Nicht alle Anbieter erlauben das.

Das Maximum aus Ihrer Riester-Rente herausholen

Ein weiteres Beispiel: Ein 36-jähriger Arbeitnehmer mit einem Bruttojahresgehalt von 50.000 Euro muss 166 Euro monatlich in seinen Riester-Vertrag einzahlen, damit er die volle Riester-Förderung von 154 Euro erhält. Beginnt die Riester-Rente nach 30 Jahren, so bekommt er beispielsweise bei der fondsgebundenen Riester-Rente von Hanse Merkur eine monatliche Rente von 217 Euro garantiert.

Bei vier Prozent Rendite, betragen die prognostizierten Auszahlungen 367 Euro. Weitere Anbieter sagen ähnliche Anfangsrenten voraus, wie etwa die Cosmos direkt mit 351 Euro und Gothaer Versicherungen mit 336 Euro.

 

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