Aachen - Riester in der Elternzeit nutzen

Riester in der Elternzeit nutzen

Von: Fritz Himmel
Letzte Aktualisierung:
Riester Eltern Kind Vorsorge Geld Familie
Gerade für junge Eltern lohnt sich der Riester-Vertrag. Foto: dpa

Aachen. Gerade für junge Eltern ist es attraktiv, mit einem Riester-Vertrag Vorsorge-Sparen zu betreiben. In der Elternzeiten winken dabei staatliche Förderungen.

Viele Eltern wissen es gar nicht: Kindererziehungszeiten werden in der gesetzlichen Rentenversicherung als Pflichtversicherungszeit gewertet. Daher steht jedem Elternteil während der Elternzeit das geförderte Riester-Modell offen. Die Pflichtversicherung löst ohne weiteres Zutun eine sogenannte unmittelbare Berechtigung für die Riester-Förderung aus. Das ist selbst dann der Fall, wenn man zuvor keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen ist oder einen Minijob hatte.

Grundsätzlich gilt: Wer in Elternzeit ist, hat 36 Monate nach dem Geburtsmonat des Kindes Anspruch auf staatliche Förderung. Zu der eigenen Grundzulage von jährlich 154 Euro kommen für jedes Kind 300 Euro an Zulagen oben drauf.

Werden während dieser 36 Monate mehrere Kinder erzogen, erhöht sich die Zeit der Versicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung um die entsprechende Anzahl an Monaten, in denen mehrere Kinder zeitgleich großgezogen wurden. Wenn zum Beispiel zwei Jahre nach der Geburt des ersten Kindes ein zweites hinzukommt, werden die fehlenden zwölf Monate nach der Geburt des zweiten Kindes später hinzugerechnet. So verlängert sich also der Förderanspruch nach dem zweiten Kind auf insgesamt 48 Monate.

Während der Elternzeit gelten für die Beitragszahlungen und die Zulagenförderung in einen Riester-Vertrag diese Konditionen: Eine Mutter hat mit einem Neugeborenen Anrecht auf einen jährlichen Riester-Zuschuss in Höhe von 454 Euro. Die Regelungen zum Mindestbeitrag der Riester-Rente gelten ungeachtet der Elternzeit. In den Genuss der kompletten Förderung kommt nur, wer jährlich vier Prozent des Vorjahres-Bruttogehalts anspart. Die Obergrenze liegt allerdings bei 2100 Euro. In diesem Jahr sind also die Einkünfte aus dem Jahr 2013 ausschlaggebend.

Wenn die Mutter im Vorjahr kein Einkommen oder nur ein geringes erzielt hat, etwa 10.000 Euro, fällt lediglich der Sockelbeitrag von 60 Euro an. Ging die Frau hingegen einer Beschäftigung nach, wird im ersten einkommenslosen Erziehungsjahr der letztjährige Verdienst herangezogen, ab dem zweiten Jahr wären dann nur jene 60 Euro fällig. Der nächste Vorteil lauert schon: Sollte die Mutter nach der Elternzeit wieder in ihren Beruf zurückkehren, müsste sie im ersten Jahr nach der Elternzeit auch bloß den Sockelbetrag leisten, da dann das Null-Einkommen vom Vorjahr relevant ist.

Geldanlage-Vergleich: Diese Zinsen gibt es derzeit bei Tagesgeld, Festgeld und Sparbriefen.

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