Rechtstipp: Vermittler bei Gesundheitsfragen in der Pflicht

Von: dapd
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Hamm. Wenn ein Antragsteller bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung erkennbar ungenaue Angaben macht, muss der Vermittler nachfragen.

Tut er das nicht, muss die Versicherung im Falle einer Berufsunfähigkeit zahlen. Das entschied das Oberlandesgericht Hamm. Ein Gärtner wurde durch eine Arthritis-Erkrankung berufsunfähig.

Der Versicherer wollte jedoch nicht zahlen, weil sich der Mann bei Vertragsschluss schon in ärztlicher Behandlung befand. Vor Gericht kam die Versicherung damit nicht durch. Der Vermittler hätte den Mann auf seinen bandagierten Fuß ansprechen müssen, den er beim Beratungsgespräch hatte. Denn dies sei ein deutlicher Hinweis auf eine Erkrankung gewesen, die sich nicht im Antragsformular wiederfand, befand das Gericht. (Aktenzeichen: OLG Hamm I-20 U 21/09)
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